Buchpräsentation
29.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
CHRISTIAN LOIDL, Magie im sinnlosen Universum. Prosa aus dem Nachlass.
Hrsg. von EVA LAVRIC
(Klever Verlag, Wien)

Mit GINO MATTIELLO, EVA LAVRIC, JAAN KARL KLASMANN, CHRISTIAN KATT und RENALD DEPPE

Veranstaltet mit: Klever Verlag, Wien

Zum Buch:
„,Magie im sinnlosen Universum’ ist der Prosaband eines Lyrikers, mit all den Qualitäten, die Christian Loidls Texte ausmachen: eine schwebende Leichtigkeit und ein funkelnder Humor, getragen von existenzieller Tiefgründigkeit, die zwischendurch paradox aufblitzt. Kurze Geschichten erzählen von Reisen als Eintauchen in das ,Andere’, von der Auseinandersetzung mit skurrilen Existenzen, vom Entdecken der Poesie durch den frischen, aufmerksamen Blick auf das Alltägliche. Es geht um Begegnungen mit Gleichgesinnten und mit Idolen - wie die Beat-Poeten der ,Jack Kerouac School of Disembodied Poetics’ -, um eine anarchisch-humorvolle Reaktion auf autoritäre politische Entwicklungen, und immer wieder um radikale, aber auch spielerische Techniken des Aufbrechens der vorgefertigten Realität und des Ausbrechens aus geordneten Bahnen. Träume und ,Schlafstimmen’ eröffnen den irrationalen Blick auf die Wirklichkeit, den geheimen Zugang zu den unterirdischen Quellen der Kreativität. Orakel und Schamanische Reisen führen in eine Welt des Unbekannten, Ungeahnten, Nicht-Vorhersehbaren. Magie bedeutete für Christian Loidl, Kunde aus Welten und aus Bewusstseinszuständen zu bringen, die eine neue und befreiende Wahrheit ans Licht bringen.” (Verlagstext)

EVA LAVRIC, Professorin für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Innsbruck, Herausgeberin (fast) aller Werke Christian Loidls aus dem Nachlass und Vertrieb seiner Bücher über die „edition farnblüte”.

GINA MATTIELLO, Schauspielerin, Stimmperformerin, Autorin, Kuratorin. Masterstudium an der Hochschule der Künste Bern / Musiktheater Composition und Theory - Théâtre Musical und literarisches Schreiben.

RENALD DEPPE, geboren in Bochum, lehrt an der Univ. für Musik und darstellende Kunst Wien und an der Anton Bruckner Univ. Linz. Saxophonist, Klarinettist, Komponist, Kurator und Zeichner. Zuletzt erhielt er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

CRISTIAN KATT, Poetische Texte, Zeichnung, Malerei, Photographie, Video, Textobjekte, Künstlerbücher, Kunstvermittlung, Musik; Ausstellungen, Lesungen, Performances.

JAAN KARL KLASMANN, mit Christian Loidl durch eine jahrzehntelange spirituelle Freundschaft verbunden, ist Sänger, Übersetzer, freier Autor sowie Gesangstherapeut und psychospiritueller Coach.


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Themenschwerpunkt >Suchbild Familie<
04.07.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
DIRK STERMANN, Der Junge bekommt das Gute zuletzt. Roman (Rowohlt Verlag, Reinbek)

Lesung und Gespräch mit dem Autor
Moderation: GÜNTER KAINDLSTORFER

Die aktuelle Veranstaltungsreihe des StifterHauses präsentiert Prosatexte, die dem Thema Familie in all ihren Konstellationen, der Suche bzw. dem Wunsch nach einem geglückten Leben innerhalb dieser kleinsten Form sozialer Gemeinschaft auf sehr unterschiedliche Weise nachgehen. Dass die Wirklichkeit oft hinter dem erträumten Ideal zurückbleibt, ist eine Erfahrung, die die Literatur wesentlich anzutreiben scheint.

DIRK STERMANN, geboren 1965 in Duisburg, lebt seit 1987 in Wien. Er zählt zu den populärsten Kabarettisten und Radiomoderatoren Österreichs und ist auch in Deutschland durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt. Publikationen u. a.: „Eier”, Wien, 2010; „Sechs Österreicher unter den ersten fünf. Roman einer Entpiefkenisierung”, Berlin, 2010; mit Christoph Grissemann: „Speichelfäden in der Buttermilch”, Stuttgart, 2011; „Stoß im Himmel: Der Schnitzelkrieg der Kulturen”, Berlin, 2013.

Zum Buch:
„Der Bestsellerautor und Humorist Dirk Stermann hat den traurigsten Roman der Welt geschrieben: Sein Held ist noch nicht vierzehn und schon ganz allein. Claude ist anders als andere Dreizehnjährige; da muss man gar nicht erst seine Faszination für die Geschichte der Todesstrafe in Wien erwähnen. Sein Vater lehrt Posaune am Konservatorium, die Mutter ist Ethnologin aus Leidenschaft, und das geht so weit, bis eines Tages ein echter Indio in die Wohnung zieht. Eilig wird eine Mauer hochgezogen: Auf der einen Seite wohnt die Mutter mit Claudes Bruder und dem neuem Liebhaber, auf der anderen Claude und sein Vater. Der hat aber schnell auch eine Neue (Flötistin, Veganerin, Deutsche). Bald sind beide Parteien ausgezogen, Claude bleibt allein zurück, warum auch nicht? Überhaupt soll er weniger rumjammern, findet seine dicke Großmutter, und mehr an andere denken. Jetzt hat Claude nur noch Taxifahrer Dirko, der ihn täglich in das Elitegymnasium fährt, wo Claude regelmäßig von den reichen Mitschülern vermöbelt wird. Dirko kommt aus Serbien, hat eine Hütte an der Donau und eine Schublade voller falscher Ausweise. Er ist mal Däne, mal Armenier und kann Geschichten erzählen ohne Ende.” (Verlagstext)

GÜNTER KAINDLSTORFER, geboren 1963 in Bad Ischl, ist Literaturkritiker, Fernsehmoderator, Journalist (deutsche, Schweizer und österreichische Tages- und Wochenzeitungen) und Schriftsteller. Seit 2011 Programmchef der Buchmesse „Buch Wien”.

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Die Rampe - "Scham"
06.07.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Präsentation der Sondernummer der Rampe 2/17

Aus ihren Texten lesen:

IRIS GASSENBAUER
MARKUS GRUNDTNER
KLAUS PAPULA

Moderation: CLAUDIA LEHNER

Scham ist ein Gefühl, das jeder kennt: Schon das Kind wird dazu angehalten, sich für bestimmte Worte oder Taten zu schämen, sich schlecht und verlegen zu fühlen, weil es - bewusst oder unbewusst - Grenzen übertreten, Tabus berührt hat. Fortan kann dieses versteckt schlummernde Bewusstsein ganz unvermutet über uns hereinbrechen: In Situationen, in denen wir als Opfer, Täter oder Zeuge Entblößung erfahren, in denen wir uns für das eigene Sein oder Tun oder für das anderer schämen. Erzählungen, Gedichte und Prosaminiaturen loten in der RAMPE 2/17 die Ambivalenz eines kulturell gestalteten „normativen Konzeptes” aus, das uns seit je begleitet und nicht mehr verlässt. Zur Präsentation des Bandes lesen Iris Gassenbauer, Markus Grundtner und Klaus Papula.

IRIS GASSENBAUER, geboren 1987 in Wien. Studierte Germanistik, dissertierte zu Parallelwelten in fantastischer Literatur. Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Künste Wien. Lesungen im In- und Ausland, Publikationen in Literaturmagazinen und Anthologien.

MARKUS GRUNDTNER, geboren 1985 in Wien, aufgewachsen in Burgenland/Niederösterreich, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie der Rechtswissenschaften in Wien. Zunächst journalistische Tätigkeiten im Print- und Online-Bereich, heute Konzipient in einer auf Arbeitsrecht spezialisierten Kanzlei in Wien. Schreibt Prosa, Juristisches, Lyrik und alles, was dazwischenliegt. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (DUM, &Radieschen, mosaikzeitschrift.at) und Anthologien.

KLAUS PAPULA, geboren 1967 in Linz, Studium der Psychologie und Ausbildung zum Psychotherapeuten in Salzburg, Schuldenberater in der Schuldenberatung Salzburg, verheiratet, Vater einer 6-jährigen Tochter.

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Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

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