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DIRK STERMANN, Der Junge bekommt das Gute zuletzt. Roman (Rowohlt Verlag, Reinbek)

Lesung und Gespräch mit dem Autor
Moderation: GÜNTER KAINDLSTORFER
Die aktuelle Veranstaltungsreihe des StifterHauses präsentiert Prosatexte, die dem Thema Familie in all ihren Konstellationen, der Suche bzw. dem Wunsch nach einem geglückten Leben innerhalb dieser kleinsten Form sozialer Gemeinschaft auf sehr unterschiedliche Weise nachgehen. Dass die Wirklichkeit oft hinter dem erträumten Ideal zurückbleibt, ist eine Erfahrung, die die Literatur wesentlich anzutreiben scheint.

DIRK STERMANN, geboren 1965 in Duisburg, lebt seit 1987 in Wien. Er zählt zu den populärsten Kabarettisten und Radiomoderatoren Österreichs und ist auch in Deutschland durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt. Publikationen u. a.: „Eier”, Wien, 2010; „Sechs Österreicher unter den ersten fünf. Roman einer Entpiefkenisierung”, Berlin, 2010; mit Christoph Grissemann: „Speichelfäden in der Buttermilch”, Stuttgart, 2011; „Stoß im Himmel: Der Schnitzelkrieg der Kulturen”, Berlin, 2013.

Zum Buch:
„Der Bestsellerautor und Humorist Dirk Stermann hat den traurigsten Roman der Welt geschrieben: Sein Held ist noch nicht vierzehn und schon ganz allein. Claude ist anders als andere Dreizehnjährige; da muss man gar nicht erst seine Faszination für die Geschichte der Todesstrafe in Wien erwähnen. Sein Vater lehrt Posaune am Konservatorium, die Mutter ist Ethnologin aus Leidenschaft, und das geht so weit, bis eines Tages ein echter Indio in die Wohnung zieht. Eilig wird eine Mauer hochgezogen: Auf der einen Seite wohnt die Mutter mit Claudes Bruder und dem neuem Liebhaber, auf der anderen Claude und sein Vater. Der hat aber schnell auch eine Neue (Flötistin, Veganerin, Deutsche). Bald sind beide Parteien ausgezogen, Claude bleibt allein zurück, warum auch nicht? Überhaupt soll er weniger rumjammern, findet seine dicke Großmutter, und mehr an andere denken. Jetzt hat Claude nur noch Taxifahrer Dirko, der ihn täglich in das Elitegymnasium fährt, wo Claude regelmäßig von den reichen Mitschülern vermöbelt wird. Dirko kommt aus Serbien, hat eine Hütte an der Donau und eine Schublade voller falscher Ausweise. Er ist mal Däne, mal Armenier und kann Geschichten erzählen ohne Ende.” (Verlagstext)

GÜNTER KAINDLSTORFER, geboren 1963 in Bad Ischl, ist Literaturkritiker, Fernsehmoderator, Journalist (deutsche, Schweizer und österreichische Tages- und Wochenzeitungen) und Schriftsteller. Seit 2011 Programmchef der Buchmesse „Buch Wien”.
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