Symposion
Donnerstag, 25. Juni, bis Samstag, 27. Juni 2015
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 9:00 bis 17:00 Uhr

Deutsche Sprache und Kultur im Banater Bergland


Tagungsprogramm:

Donnerstag, 25. Juni 2015

19.00 Uhr
PETRA-MARIA DALLINGER (Direktorin des StifterHauses): Begrüßung
REINHOLD KRÄTER (Landeskulturdirektor): Eröffnung des Symposions
ERWIN JOSEF ŢIGLA (Vorsitzender des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, Reşiţa / Reschitza): Die Banater Berglanddeutschen - Wer wir sind, was wir wollen


Freitag, 26. Juni 2015

9.00 - 10.15 Uhr
RUDOLF GRÄF (Cluj / Klausenburg): Das Banater Bergland vom Herrschaftsbereich der Habsburgermonarchie zum modernen rumänischen Staat
JOSEF WOLF (Tübingen): Das Banater Bergland in der frühhabsburgischen Zeit (1716-1740). Raumwissen - Ressourcenerschließung - Ansiedlung

10.45 - 12.15 Uhr
CLAUDIU CĂLIN (Timişoara / Temeswar): Das Banater Bergland aus katholisch-kirchengeschicht­licher Perspektive: Orden, Pfarreien, Dekanate und Wallfahrten
ANTON STERBLING (Görlitz): Das Banater Bergland - soziologische Impressionen
WERNER KREMM (Reşiţa / Reschitza): Öffentliche Kommunikation in Rumänien nach der Wende

12.15 - 14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 - 15.00 Uhr
HANS GEHL (Tübingen): Deutsche Sprachforschung in Südosteuropa und im Banater Bergland
ALWINE IVĂNESCU, MIHAELA ŞANDOR (Timişoara / Temeswar): Areale Verbreitung und Charakteristika der deutschen Mundarten im rumänischen Banat

15.30 - 17.00 Uhr
STEPHAN GAISBAUER (Linz), Hermann Scheuringer (Linz und Regensburg): Sprachaufnahmen im Banater Bergland
NICOLE ELLER-WILDFEUER (Regensburg): Böhmerdeutsche Dialekte im Banater Bergland
ALEXANDRA DAMŞEA, YVONNE DEMENYI (Reşiţa / Reschitza): Das deutsche Schulwesen im Banater Bergland - Geschichte und Gegenwart


Samstag, 27. Juni 2015

9.00 - 10.00 Uhr
HANS FINK (Gießen): 23 Märchenaufzeichnungen von Alexander Tietz und ihr kulturgeschicht­licher Hintergrund
COSMIN DRAGOSTE (Craiova): „Ich schrei eine Silbe hinüber / Du schreist eine Silbe herüber”.
Reden und Schweigen in Rolf Bosserts Lyrik

10.30 - 12.00 Uhr
KURT SCHARR (Innsbruck): Österreichische Geschichte an der Peripherie? Ferdinand Zieglauer - Ein Leben zwischen Hermannstadt und Czernowitz
FRANZ METZ (München): Aus dem Banater Bergland in die Wiener Hofoper. Zur Biographie des Kapellmeisters Heinrich Weidt und der Sängerin Lucie Weidt
CHRISTIAN PAUL CHIONCEL (Reşiţa / Reschitza): Industrielandschaft Banater Bergland



Unter den deutschsprachigen Minderheiten im östlichen Mitteleuropa gilt die Gruppe der Banater Berglanddeutschen heutzutage als eine der vitalsten Gemeinschaften. Ihre Ansiedlung im Südosten der Habsburgermonarchie erfolgte im Zuge des wirtschaftlichen Landesausbaus nach dem Sieg über die Türken und dem entscheidenden Frieden von Passarowitz (1718). Unter den Beamten, Bergleuten, Handwerkern und sonstigen Arbeitskräften, die damals aus allen Teilen der Monarchie angeworben wurden, waren auch zahlreiche Migranten aus dem Salzkammergut, die im Banater Montangebiet vor allem als Berg- und Waldarbeiter Beschäftigung fanden.
Das Symposion folgt den historischen, kulturellen und sprachlichen Spuren der deutschsprachigen Siedler, deren Nachkommen bis heute in der Bergbau- und Industrieregion im Südwesten Rumäniens anzutreffen sind. Sie leben hier in bestem Einvernehmen mit der rumänischen Mehrheitsbevölkerung und den weiteren hier ansässigen Minoritäten (u.a. der Kroaten, Serben, Roma, Ungarn, Ukrainer, Tschechen, Slowaken, Bulgaren, Türken, Polen, Slowenen, Griechen, Juden, Armenier) und verwirklichen - trotz vorhandener politischer, wirtschaftlicher und sozialer Schwierigkeiten - in einem kleinen Rahmen das Modell einer gelungenen europäischen Integration.
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