KunstLeben - Bedingungen, Kontexte, Grenzen
Montag, 1. Juni 2015
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Das Schreiben nicht verlieren - Brigitte Schwaiger
Podiumsgespräch mit
ALOIS BRANDSTETTER
und GERTRAUD KLEMM
zur literarischen Arbeit von Brigitte Schwaiger
Moderation: PETRA-MARIA DALLINGER

Rahmenprogramm zur Ausstellung „Schreiben, anders?”

In der Rezeptionsgeschichte von Brigitte Schwaigers Werk nach dem großen Erfolg ihres auch verfilmten Debütromanes „Wie kommt das Salz ins Meer?” (1977) spiegeln sich exemplarisch Tendenzen in der Sicht auf literarische Produktion wider: War es der Kontext von Frauenbewegung und einer Popularisierung von Emanzipationsgeschichten, der Schwaiger rasch interessant gemacht hatte, so fanden die zahlreichen in weiterer Folge erschienenen Romane bei weitem nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit, vor allem nicht jene der (Universitäts)Germanistik. Erst die Auseinandersetzung der Autorin mit ihrer psychischen Erkrankung, zum Beispiel in „Fallen Lassen” (2006), eröffnete neue Sichtweisen auf eine literarische Arbeit, die immer unter besonderen Bedingungen stattgefunden hat. Im Gespräch sollen Fragen zu Nahtstellen zwischen Leben und Kunst, zu Versuchen und Möglichkeiten von Lebensbewältigung über Kunst, letztlich zum Blick von außen auf künstlerisches Schaffen, zum Umgang mit Kunst angesprochen werden.

ALOIS BRANDSTETTER, geboren 1938 in Pichl, OÖ., lehrte als Professor für Deutsche Philologie an der Universität Klagenfurt. Publikationen u. a.: „Cant läßt grüßen”, St. Pölten 2009; „Zur Entlastung der Briefträger”, St. Pölten 2011; „Kummer ade!”, St. Pölten 2013.

GERTRAUD KLEMM, geboren 1971 in Wien, Studium der Biologie, österreichische Schriftstellerin. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Buchpublikationen
u. a.: „Herzmilch”, Graz 2014; „Aberland”, Graz 2015.

BRIGITTE SCHWAIGER, geboren 1949 in Freistadt /OÖ. Beginn eines Studiums der Psychologie, Germanistik und Romanistik, lebte 1968-72 in Mallorca und Madrid, Beschäftigung mit Malerei und Bildhauerei. Nach der Rückkehr Studium an der Pädagogischen Akademie Linz. Schauspielerin an einem Kellertheater, später Regieassistentin beim ORF und Sekretärin in einem Wiener Theaterverlag. Seit Mitte der 70er-Jahre freiberufliche Schriftstellerin, starb 2010 in Wien. Früher Erfolg mit dem ersten Roman „Wie kommt das Salz ins Meer”, danach zahlreiche Bücher, Stücke und Hörspiele. Preise und Auszeichnungen: Staatsstipendium des BMUK für Literatur 1974; Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur 1984.

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