Verleihung der Heimrad-Bäcker-Preise
Dienstag, 2. Juni 2015
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Grußworte: BSI Dipl. Päd.in NOTBURGA ASTLEITNER
Abgeordnete zum oberösterreichischen Landtag

ANN COTTEN: Zeigen und Sehen. Wie "Kunst" als Kriterium verschwinden kann, während das, was vorher Kunst hieß, weiter funktioniert

Lesung: MONIKA RINCK (Heimrad-Bäcker-Preis)
Laudatio: ULF STOLTERFOHT

Lesung: MICHAEL HAMMERSCHMID (Förderpreis)
Laudatio: JUDITH NIKA PFEIFER

Die Vergabe der Heimrad-Bäcker-Preise wird maßgeblich unterstützt durch eine Förderung des Kulturamts der Stadt Linz gemeinsam mit der Direktion Kultur des Landes Oberösterreich sowie durch das Bundeskanzleramt/Sektion Kunst und Kultur

Heimrad Bäcker hat in seinem Werk die Mittel der Avantgardekunst und der konkreten Dichtung auf die Sprache der Shoah angewendet. Ann Cotten untersucht in ihrem Vortrag die Frage nach einer Literatur, die sich mit der vereindeutigenden Lesart des Gedenkens beschäftigt. Das poetische Werk Monika Rincks überblendet unterschiedliche Diskursebenen im dialogischen Begegnungsort Gedicht. Wissenschaftliche, alltägliche, theologische, pseudo-philosophische und poetische Äußerungsformen sind so ineinander verzahnt, dass die Verwendung der Satzsplitter im Ursprungszusammenhang deutlich bleibt, aber zugleich aus deren Zusammenfügung eine neue Textkohärenz und Textbedeutung entsteht. Ihre Kohärenz beziehen diese Gedichte aus einem Assoziieren entlang gestalthafter Ähnlichkeiten und Vergleichbarkeiten.

MONIKA RINCK, geboren 1969 in Zweibrücken, lebt in Berlin. Seit 1998 diverse Veröffentlichungen (Auswahl): „PARA-Riding” (mit Christian Filips), roughbook 015, 2011; „Helm aus Phlox”, Merve Verlag, 2011; „Honigprotokolle”, kookbooks, 2012; „Risiko und Idiotie” , kookbooks, 2015. Mitglied im P.E.N.-Club, der Lyrikknappschaft Schöneberg, der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Sie übersetzt, kooperiert mit Musikern und Komponisten und lehrt von Zeit zu Zeit.

MICHAEL HAMMERSCHMID, geboren 1972 in Salzburg, lebt und arbeitet als Dichter in Wien, unterrichtet Literatur am Institut für Sprachkunst der Universität für Angewandte Kunst und an der Universität Wien, Moderation von Literaturveranstaltungen im Literarischen Quartier der Alten Schmiede. Reinhard-Priessnitz-Preis 2009. Publikationen
u. a.: „die drachen die lachen. Kindergedichte". Wien 2013. „Nester. Gedichte”. Wien 2014.

ANN COTTEN, geboren 1982 in Iowa, lebt seit 2006 in Berlin und Wien. Für ihr Debüt „Fremdwörterbuchsonette”, 2007 erhielt sie den Reinhard-Priessnitz-Preis sowie den Clemens-Brentano-Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg, 2010 Förderpreis des Hermann-Hesse-Literaturpreises. 2014 Wilhelm-Lehmann-Preis und Adelbert-von-Chamisso-Preis für ihr bisheriges Gesamtwerk. 2008 Studie „Nach der Welt. Die Listen der konkreten Poesie und ihre Folgen”, in der sie sich u. a. mit dem Werk Heimrad Bäckers auseinandersetzt.
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