Theodor Kramer Preis 2015
Theodor Kramer Preis 2015 für Schreiben im
Widerstand und im Exil
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Lesung und Gespräch mit der Preisträgerin HAZEL ROSENSTRAUCH (Berlin)
Einleitung und Moderation: KONSTANTIN KAISER

Veranstaltet mit: Theodor Kramer Gesellschaft, Wien

„Mich interessieren Aufbrüche und wie Individuen mit dem Kater danach umgehen [...]; mich interessieren Stigmatisierte, Träumer und Einzelgänger, Juden, Kommunisten oder auch Henker … und was auf sie projiziert wird. Ich kann Geschichten nicht erdichten, dazu ist meine Loyalität gegenüber den Fakten zu stark, was ich gerne mache: überliefertes Material umbauen, verschiedene Perspektiven wählen, schütteln und neu zusammensetzen. Ich suche nach Worten für den Nebelstreifen zwischen Himmel und Erde, Wissenschaft und Literatur/Politik und Personen … Geschichte und Geschichten.” (Hazel Rosenstrauch)

HAZEL ROSENSTRAUCH wurde 1945 in London als Tochter österreichischer Exilanten jüdischer Herkunft geboren. Kindheit und Jugend in Wien, Studien der Germanistik, Philosophie und Soziologie in Berlin. Mehrjährige wissenschaftliche Mitarbeit am Soziologischen Institut der Freien Universität Berlin sowie am Institut für Sozioökonomie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Leitende Redaktionstätigkeit für die Zeitschrift „Gegenworte. Hefte für den Disput über Wissen”.
In ihren Publikationen ergründet die promovierte Kulturwissenschafterin Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Sie untersucht das deutsch-jüdische Beziehungsgeflecht und analysiert Umbrüche um 1800. Wesentlich war und ist ihr, Nicht-Übereinstimmung mit vorherrschenden Tendenzen des geistigen und sozialen Lebens zu vermitteln und zugleich verloren scheinende Ansätze einer lebendigen Vernunft zu rekonstruieren.
Werke (Auswahl): „Aus Nachbarn wurden Juden” (1988); „Beim Sichten der Erbschaft. Wiener Bilder für das Museum einer untergehenden Kultur” (1994); „Varnhagen und die Kunst des geselligen Lebens. Eine Jugend um 1800”, Biographischer Essay (2003); „Juden Narren Deutsche” (2010); „Congress mit Damen. 1814/15: Europa zu Gast in Wien” (2014).

KONSTANTIN KAISER, geboren 1947 in Innsbruck. Studium der Philosophie in Wien. Seit 1983 Schriftsteller, Literaturwissenschafter und Exilforscher. Mitbegründer der Theodor Kramer Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung.
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