Die Rampe-Porträt
ANSELM GLÜCK

Dienstag, 1. Dezember 2015
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Vorstellung des Heftes durch den Herausgeber
THOMAS EDER, anschließend Gespräch mit
HELMUT NEUNDLINGER und GEORG OBERHUMER
zu Glücks Prosa

ANSELM GLÜCK liest aus seinem in der Rampe
erstpublizierten Text „Sabrina”

„Dem Werk des Malers und Dichters anselm glück spüren die Beiträge dieses Bandes nach. Auf Biografisches im eingeübten Sinn wird verzichtet: Einen tabellarischen Lebenslauf, lebensweltliche Fotografien, biografische Erinnerungen und Statements von Lebensbegleitern wird die Leserin, der Leser vergebens in diesem Band suchen. Dennoch zeichnen die Aufsätze des Bandes in ihrer Befassung mit der Prosa glücks und mit seinem bildkünstlerischen Werk auch das in seiner Ausgestaltung immerzu labile Lebensgefühl eines Künstlers nach. Denn die Beiträger befragen glücks Arbeit auch danach, in welcher Weise der Künstler seiner idiosynkratischen Weltwahrnehmung ausgeliefert ist und sie in seine Texte einfließen lässt. Als autobiografisch Identifizierbares schlägt in den Text so um, dass die Verhältnisse von Vorlage und Bericht bzw. Imagination und Kreation ins Trudeln geraten.
glück nützt die Möglichkeiten der natürlichen und speziell der poetischen Sprachverwendung zur Verunsicherung der Wirklichkeitsgewissheit. Rhetorische Figuren und Relationen wie
z. B. Gegensätze und aus dem regelrechten Gebrauch von Sprache herrührende Paradoxien - oftmals aus einer überkorrekten Sprachverwendung resultierende Inkorrektheiten und Unmöglichkeiten - werden von dem Ich der Texte zwar nicht bewertet, aber dieses Ich scheint mit jeder Faser an den sprachgemachten Szenarien, in die es gerät, zu hängen und zu leiden zugleich.” (Auszug aus dem Editorial)


ANSELM GLÜCK, geboren 1950, lebt in Wien.

THOMAS EDER, geboren 1968 in Linz, Literaturwissenschaftler, lebt in Wien. Leiter des Referats für Publikationen und Grafik im Bundeskanzleramt der Republik Österreich, Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik der Universität Wien, Leiter der Sparte Literatur im „kunsthaus muerzzuschlag”, redaktionelle Mitarbeit bei der Zeitschrift „Wespennest”.

HELMUT NEUNDLINGER, geboren 1973, lebt seit 1992 in Wien. Studium der Philosophie und Germanistik. Vielfältige Tätigkeiten im literaturwissen¬schaftlichen, künstlerischen und journalistischen Bereich. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften an der Donau-Universität Krems.

GEORG OBERHUMER, geboren 1986 in Graz. Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, der Bildenden Kunst und der Deutschen Philologie in Wien. Abschlussarbeit über Konrad Bayers und Achim Dehnes „die klare zeit”.
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