Buchpräsentationen
Donnerstag, 14. Jänner 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

DANIELA EMMINGER: Die Vergebung muss noch warten. Roman (Czernin Verlag, Wien)
Einführung: BENEDIKT FÖGER
LYDIA HAIDER: Kongregation. Roman (Müry Salzmann Verlag, Salzburg)
Einführung: MONA MÜRY

Lesung mit den Autorinnen

DANIELA EMMINGER, geboren 1975 in Oberösterreich, lebt und arbeitet seit 2008 als Schriftstellerin, freie Journalistin und Kommunikationsberaterin in Wien. Davor war sie Werbetexterin in Hamburg und Berlin und Redakteurin in Litauen und Lettland. Bisherige Veröffentlichungen: „Leben für Anfänger”, 2004; „Schwund”, 2014. Diverse Stipendien, zuletzt Adalbert-Stifter-Stipendium 2014/15.

Zum Buch:
„ ,Die Vergebung muss noch warten’ - allerdings nur Daniela Emmingers neuen Roman lang. Auf dem rasanten Weg dorthin begegnen uns Yogis, Jäger, diverse Therapieformen, eine Mittwochsbeziehung, Wundertabletten, ein Kloster mit dicken Mauern, viel Meditation und der eine oder andere Mord. Daniela Emmingers Protagonistin Kilb ist Anfang 30 und in der Sinnkrise. Ihr sorgsam erbautes Leben aus gutem Job, viel selbstbestimmter Zeit, einem Freund, mit dem im wahrsten Sinne des Wortes alles nach Plan läuft, und einer auf all das abgestimmten Therapie fühlt sich zunehmend löchrig an. Sie bricht auf und macht sich auf die Suche nach Vergebung und Glück. Sie landet in einer Selbsthilfegruppe und lernt dort einen Mann und dessen Hund, beide mit weitaus dunklerer Vergangenheit als der ihren, kennen. Gemeinsam begeben sie sich ins Leben, das sie aber immer wieder einholt. Die Geschichte der drei wird zu einem bisweilen bitterschwarzen Road Movie. Aber alles wird gut oder zumindest erleuchtet, wenn in Lilienfeld ein rosa Wunder passiert, ein Psychiater von seiner verrückten Geliebten erschossen wird, eine Lichtesserin im Schokoladenrausch bekehrt und eine ominöse Bekannte Kilbs zu Hostien verarbeitet wird.” (Verlagstext)

LYDIA HAIDER, geboren 1985 in Steyr, lebt in Wien. Studium der Germanistik und Philosophie, zwei Kinder. Promoviert zum Rhythmus als Subversion in Texten Thomas Bernhards und Ernst Jandls. Nominiert zum Soundout!Award mit der Performance zu „Kongregation”. „Kongregation” ist ihr erster Roman.

Zum Buch:
„Es könnte ein Krimi sein, ein Provinzkrimi vielleicht. Sieben rätselhafte tödliche Unfälle von jungen Menschen erschüttern ein Dorf. Es tritt kein Ermittler in Aktion, es ist ein kollektives Wir, das das Geschehen mit biblisch-homerischer Wucht berichtet. Diese ,Kongregation’ bilden nicht katholische Würden¬träger, sondern die jungen Andersdenkenden, die sich als das Alpha und Omega setzen und es mit den mächtigen Alten aufnehmen. Der Bauer Egger, der große Vergewaltiger, richtet sich selbst, andere werden grässlich gerichtet. Am Ende des Romans, im Epilog, steht eine kühne Travestie der Offenbarung des Johannes, die die Schulkinder von ihren Fernsehsofas holt. Apokalypse now, der Endkampf beginnt. Siegt das wiedererstarkte alte Böse? Oder eine andere, neue Energie? Die Kinder haben das letzte Wort: „Wir haben ja in Geschichte gut aufgepasst. / Die Zeit der Gesundung ist angebrochen.
Lydia Haider gelingt in ihrem Debüt gleich ein großer Wurf. Trash trifft auf die Bibel, Jugend¬slang auf den hohen Ton, Pathos auf Ironie. Die musikalische Sprache, wie man sie österreichischen Dichtern bis zum Überdruss nachsagt, hier wird sie tatsächlich Ereignis.” (Verlagstext)
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