Verlagspräsentation Löcker Verlag
Donnerstag, 21. Jänner 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

RUTH ASPÖCK: Jadran heißt die Adria. Roman
MARIO KESZNER: Kein Meer. Erzählungen
Löcker Verlag, Wien)

Lesung mit der Autorin und dem Autor

Einführung: ALEXANDER LELLEK

Veranstaltet mit: Löcker Verlag, Wien

RUTH ASPÖCK, geboren in Salzburg, aufgewachsen in Linz; Studium in Wien und Madrid. Um Forschungsarbeiten durchzuführen, war sie lange in Kuba, Mexiko und Paris. Sie war Lehrbeauftragte an den Universitäten Graz, Klagenfurt und Wien, später leitete sie einen Literaturverlag. Als Autorin publiziert sie seit Beginn der 1980er-Jahre und war lange Vizepräsidentin der GAV (Grazer Autoren Autorinnenversammlung).

Zum Buch:
„Erzählt wird die Geschichte einer bosnischen Familie und deren, besonders anfangs, schwierige Lebens- und Arbeitssituation in Österreich und deren Bewältigung ohne Idealisierung, Beschönigung oder Dramatisierung. ,Jadran heißt die Adria’ handelt von einer bosnischen Familie, die eine österreichische wurde. Ohne den bosnischen Krieg 1992 - 1995 hätte keiner von ihnen jemals die Stadt Banja Luka verlassen. Jetzt bleiben sie in Wien. Sie haben ihr Schicksal gewendet, viele Hürden übersprungen und den Übergang geschafft. Zuerst flüchtete Susana Jovanic mit dem Kind Alexander nach Wien, Jahre später ihr Mann Branko, als er aus dem Gefängnis freikam. Die Arbeitskollegin und Freundin der Familie vergleicht ihr geruhsames kulturbeflissenes Leben als alleinstehende Frau mit dem der Familie Jovanic, deren Freunden und Umkreis, den familiären Gewohnheiten und Gebräuchen.” (Verlagstext)

MARIO KESZNER, geboren 1976 in Wien; Studium der Handelswissenschaften, Kunstwissenschaft und Philosophie in Linz und Straßburg. Zahlreiche Veröffentlichungen von Prosatexten und Essays in Literaturzeitschriften und Anthologien im In- und Ausland; Mitglied des P.E.N. Clubs. Lebt und arbeitet in Linz.

Zum Buch:
„Vordergründiger Ausgangspunkt der vier Erzählungen sind scheinbar vertraute Alltagssituationen. Eingebettet in eine Atmosphäre der Verstörung und der subtil oder offen ausgeübten Gewalt, wird die Brüchigkeit von Lebensentwürfen und sozialen Bindungen sichtbar. Die Protagonisten erkennen am Ende auf schmerzhafte Weise ihr Alleinsein in dieser Welt. Die äußere Entladung innerer Konflikte zieht sich wie ein roter Faden durch diese Texte. Ob in einer anonymen Einfamilienhaussiedlung, in der sich die Augen der dort wohnenden Menschen aufgrund eines Vorfalls auf einen verzweifelten und zu allem bereiten Mann richten. Oder der Besuch eines idyllischen Rosenfests, während dem sich die jahrelange gegenseitige Ablehnung eines Paares auf dramatische Weise offenbart. Oder im Kammerspiel einer weit abgelegenen Pension, in der sich ein von Schuld geplagter Sohn seinem dominanten Vater stellt. Es sind die Bindungen der Figuren an die stets als feindlich erlebte Außenwelt, die das unterschwellig Beklemmende und uns dabei doch so Bekannte dieser Geschichten ausmachen. Dabei schwingt immer die große US-amerikanische Erzähltradition eines Richard Yates oder Raymond Carver mit. Mario Keszner legt hier Erzählungen vor, in denen sich Menschen zu behaupten versuchen, um sich eine kleine Nische zu bewahren, in der es vielleicht eines fernen Tages doch noch vereinzelte Augenblicksmomente von Glück geben kann.” (Verlagstext)

ALEXANDER LELLEK, geboren 1965, studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Wien.

 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>