Internationaler Museumstag 2016
Dienstag, 17. Mai 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Vortrag
KLAUS AMANN: „… das Schreiben ist halt das Einzige was ich habe.” Christine Lavant: Werkausgabe und Orte der Erinnerung
Anschließend Gespräch mit BERNHARD JUDEX

KLAUS AMANN, geboren 1949, em. Professor für Geschichte und Theorie des Literarischen Lebens an der Universität Klagenfurt und von 1994-2014 Leiter des Robert Musil-Instituts sowie des Kärntner Literaturarchivs. Dissertation über Adalbert Stifters „Nachsommer” (1978), Habilitation über den „Anschluss österreichischer Schriftsteller an das Dritte Reich” (1988, 2. erw. Aufl. 1996). 2009 Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik. Zahlreiche Buchpublikationen, Herausgeberschaften und Aufsätze vor allem zur Literaturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuletzt u. a.: Kommentierte digitale Edition sämtlicher Werke, Briefe und nachgelassener Schriften Robert Musils. (DVD) 2009 (gem. mit Walter Fanta und Karl Corino); Gert Jonke: „Sämtliche Gedichte”, Salzburg, Wien: Jung und Jung 2010 (Hrsg.); Christine Lavant: „Das Wechselbälgchen”, Erzählung. Neu hrsg. und mit einem Nachwort von Klaus Amann, Göttingen: Wallstein 2012; Christine Lavant: „Zu Lebzeiten veröffentlichte Prosa”, Hrsg. und mit einem Nachwort von Klaus Amann und Brigitte Strasser”, Göttingen: Wallstein 2015; Christine Lavant: „Das Kind”, neu hrsg. und mit einem Nachwort von Klaus Amann, Göttingen: Wallstein 2015.


CHRISTINE LAVANT, geboren 1915 in St. Stefan im Lavanttal (Kärnten) als neuntes Kind eines Bergarbeiters. Sie verbrachte ihr Leben in materieller Armut und bei schlechter Gesundheit (Lungen-Tuberkulose, Skrofulose, Depression). Ihren Lebensunterhalt verdiente sie mit Strickarbeiten, 1939 heiratete sie den um 30 Jahre älteren Kunstmaler Josef Habernig.
Lavant begann bereits als Mädchen zu schreiben, Krisenzeiten und wiederholte Krankenhausaufenthalte wechselten mit produktiven kreativen Phasen, dabei entstanden zahlreiche Gedichte und Erzählungen, die ab 1948 publiziert wurden. Die ersten Erzählungen „Das Kind” und „Das Krüglein” erschienen im Stuttgarter Brentano Verlag, auch die Lyrikbände „Die Nacht an den Tag” und „Die unvollendete Liebe”. Dann folgten auch Publikationen in Österreich u. a. bei Otto Müller („Die Bettlerschale”, „Spindel im Mond”). Sie verstarb 1973 im Landeskrankenhaus Wolfsberg nach einem Schlaganfall. Auszeichnungen u. a.: Georg-Trakl-Preis 1954 und 1964, Anton-Wildgans-Preis 1964, Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur 1970.


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