>Zwischen (W)ORTEN< Flucht Vertreibung Migration
Dienstag, 31. Mai 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

"der Beginn des Verstoßenseins, über ihm liegen wir in Angst [...]"

INA RICARDA KOLCK-THUDT
MAYA RINDERER
THOMAS WALLERBERGER
Lesung mit den Autorinnen und dem Autor

Moderation: VLADIMIR VERTLIB

Veranstaltet mit: Theodor Kramer Gesellschaft, Wien

Literatur transformiert die Welt durch Sprache, zeigt Widersprüche auf, macht das Wesentliche kenntlich, greifbar, manchmal sogar begreifbar. Drei jungen AutorInnen gelingt dies auf eine originelle und unmittelbare Weise, mit Einfühlungsvermögen und voller Anteilnahme. Sie schreiben über die gesellschaftlichen Krisen und Umbrüche, die wir gerade erleben, über Politik und Persönliches, Geschichte und Gegenwart, über Flucht und Vertreibung, gehen der Mehrfachbedeutung von Bildern, Worten und Zuschreibungen auf den Grund. Poetisch, leidenschaftlich, gesellschaftskritisch, ironisch, oftmals abgründig, manchmal auch bitter sind die Texte. Die drei jungen MitarbeiterInnen der Zeitschrift „Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands” verkörpern das Gegenteil von dem, was dem heutigen Klischee über junge Menschen entspricht. Sie sind weder desinteressiert an noch blind für die Krisen und Unwägbarkeiten unserer Zeit. Sie haben einen Blick auf die Welt, der neue Denkräume öffnet. Die Qualität ihrer Texte liegt in ihrer exemplarischen Eindringlichkeit und analytischen Schärfe, vor allem aber in der Originalität ihrer Sprache.

INA RICARDA KOLCK-THUDT, 1992 in Feldbach geboren, wuchs in Amstetten auf. Studium der Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien (Abschluss 2015). Derzeit studiert sie Romanistik und Germanistik an der Universität Wien. Sie schreibt, betätigt sich künstlerisch und macht Musik. Veröffentlichungen im „Augustin”, der Wiener Straßenzeitung, in „Jenny”, der Anthologie des Instituts für Sprachkunst, und in der „Zwischenwelt”.

MAYA RINDERER, 1996 in Dornbirn geboren, wuchs zweisprachig auf (Hebräisch und Deutsch). Teilnahme an Workshops von Literatur Vorarlberg und der Jugendliteraturwerkstatt Graz. Ab Herbst 2015 Studium der Orientalistik an der Universität Wien. Veröffentlichungen: „Esther”, Roman, Bucher Verlag 2011; „Sommerferienkrieg”, Hörspiel im ORF; „An alle Variablen”, Lyrikband 2013, Bucher Verlag; „Die Bienen fliegen”, Theaterstück 2014, Theater Kosmos; Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Feuilletons (z. B. „Zwischenwelt”, …)

THOMAS WALLERBERGER, geboren 1987 in Gmunden, studierte in Wien Soziale Arbeit, Philosophie und Politikwissenschaft. Seit 2011 Projektmitarbeiter der Theodor Kramer Gesellschaft und ehrenamtliche Mitarbeit im Republikanischen Club - Neues Österreich. Zuletzt Mitherausgeber von „Grenzüberschreitungen. Didaktischer Materialien zur Exilliteratur” (Wien, 2015). In der sozialpädagogischen Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen tätig. Veröffentlichungen u. a. in: „Die Presse”, „Wiener Zeitung” und „Zwischenwelt”.


VLADIMIR VERTLIB, geboren 1966 in Leningrad. Emigration 1971, 1981 Übersiedlung nach Österreich. Lebt als Freier Schriftsteller in Salzburg und Wien. Romane, Essays und Erzählungen u. a.: „Spiegel im fremden Wort. Die Erfindung des Lebens als Literatur”, 2007; „Am Morgen des zwölften Tages”, Roman, 2009; „Schimons Schweigen”, Roman, 2012; „Lucia Binar und die russische Seele, Roman, 2015.

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