Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945
Donnerstag, 1. Dezember 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

JOSEF HASLINGER: Opernball
Lesung mit dem Autor
Referat: ARNO RUSSEGGER
Moderation: CHRISTIAN SCHACHERREITER

„Mit seinem Roman ‚Opernball’ ist Josef Haslinger 1995 schlagartig im deutschen Sprachraum bekannt geworden. Die spektakuläre Idee eines von einer Gruppe Rechtsradikaler verübten und im TV übertragenen Giftgasanschlages auf das Glanzereignis der österreichischen Repräsentativgesellschaft hat dem Autor mehrfache gestalterische Optionen eröffnet: die der zeitgeschichtlichen Herleitung und detailgenauen Beschreibung einer gewaltbereiten Gruppe politischer Aktivisten, die sich mit dem Befund einer hedonistischen Gesellschaft ohne ethischem Fundament verschränkt; die von der Menschenverfolgung der Nationalsozialisten, aber auch vom Drogenkonsum seines Sohnes gezeichnete Familiengeschichte des TV-Redakteurs, die mit den Interviews, die er nach dem Terrorakt führt, um diesen zu rekonstruieren, korrespondiert; nicht zuletzt die der Enteignung persönlichen Leids und Unglücks in der totalen Mediengesellschaft.” (Alte Schmiede)
JOSEF HASLINGER, geboren 1955 in Zwettl, lebt in Wien und Leipzig; lehrt seit 1996 literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, das er auch leitet. Präsident des PEN-Zentrums Deutschland. Herausgeberschaften, 1986 Mitbegründung der „Wiener Vorlesungen zur Literatur”. Zahlreiche Preise, darunter der Preis der Stadt Wien und der Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln. Bücher (Auswahl): „Opernball”, Roman, 1995; „Das Vaterspiel”, Roman, 2000; „Klasse Burschen”, Essays, 2001; „Wie werde ich ein verdammt guter Schriftsteller?”, Berichte aus der Werkstatt, 2005; „Zugvögel”, Erzählungen, 2006; „Schreiben lernen - Schreiben lehren”, hg. mit Hans-Ulrich Treichel, 2006; „Phi Phi Island”, ein Bericht, 2007; „Jáchymov”, Roman, 2011.
ARNO RUßEGGER, Studium der Germanistik und Anglistik in Klagenfurt; Dissertation über Robert Musil, Habilitation 2004. Derzeit als Ao. Univ.-Prof. am Institut für Germanistik der Universität Klagenfurt. Lehr- und Publikationstätigkeit mit folgenden Schwerpunkten: Österreichische Literatur seit 1900, Kinder- und Jugendliteratur, Literatur im intermedialen Kontext (vor allem Literatur und Film).

CHRISTIAN SCHACHERREITER, geboren 1954 in Linz, Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg, Autor, Literaturkritiker und Kolumnist der „Oberösterreichischen Nachrichten”, Lehrbeauftragter für Literatur an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, zahlreiche Veröffentlichungen.

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