Zum Adalbert-Stifter-Gedenktag
Dienstag, 31. Jänner 2016, 19.30 Uhr
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1

Buchpräsentation
MICHAEL DONHAUSER: "Waldwand. Eine Paraphrase" (Matthes & Seitz Verlag, Berlin)

Lesung mit dem Autor

Einführung: PETRA-MARIA DALLINGER

Ab 18 Uhr wird im Seminarraum (1. Stock) der neue Film "Adalbert Stifter - sein Leben und sein Werk" des tschechischen Regisseurs Zdenék Flídr gezeigt (Dauer: 50 Minuten).
MICHAEL DONHAUSER, geboren 1956 in Vaduz. Mitte der 70er Jahre ging er für sein Studium nach Wien, wo er noch heute als freischaffender Autor lebt. Er schloss sein Studium mit einer Arbeit zu den unterschiedlichen deutschen Übersetzungen der „Les Fleurs du Mal” von Charles Baudelaire ab. 1986 erschien sein erstes literarisches Werk, „Der Holunder”, eine Sammlung von Prosagedichten. Publikationen u. a.: „Ich habe lange nicht doch nur an dich gedacht”, Gedichte, 2005; „Schönste Lieder”, 2007; „Edgar und die anderen”, Erzählungen, 2008; „Nahe der Neige”, 2009; „Variationen in Prosa. Variationen im März”, 2013. Donhauser übersetzte Arthur Rimbaud und Francis Ponge aus dem Französischen.

Zum Buch:
„Witiko ist ein 1000 Seiten umfassender historischer Roman, der die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert erzählt. Adalbert Stifter schrieb zehn Jahre an diesem Großwerk, in dessen Zentrum Witiko steht, der sein Tun der Frage nach dem Guten wie nach dem Rechten unterwirft. Witiko erweist sich durch alle Wirrungen missglückter Erbfolge und daraus resultierender Kriege hindurch als moralisch standhaft, auch dann, wenn sein Tun nicht ausschließlich den gegebenen Normen entspricht. Donhauser erzählt diesen enigmatischen Text, der ‚Menschengeschichte in Naturgeschichte’ (Ulrich Greiner) verwandelt, und geht seinem Geheimnis auf den Grund. Indem er erklärend, zitierend und berichtend Stifters Dichtungsversuch abschreitet, entsteht ein einzigartiger Text von unbekannter Gattung: Poesie, Epik und Philologie verschmelzen zu einem Leseerlebnis, das nicht nur einen der großen Texte der deutschsprachigen Literatur neu entdecken und gleichsam mitlesen lässt, sondern darüber hinaus diesen Text wie eine Leseanleitung für die eigene Erfahrung fruchtbar macht. Indem Donhauser sich diesem großen Klassiker widmet, gewinnt er selbst klassische Konturen.” (Verlagstext)

PETRA-MARIA DALLINGER, geboren 1964, Studium der Deutschen Philologie und Kunstgeschichte, seit 2004 Direktorin des Adalbert-Stifter-Instituts des Landes OÖ / StifterHaus.
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