Buchpräsentation

KARL-MARKUS GAUß, Die Bibliothekarinnen von Renens. Reden (Otto Müller Verlag)

Lesung mit dem Autor

Moderation: Christian Schacherreiter

KARL-MARKUS GAUß, geboren 1954 in Salzburg, wo er als Autor und Herausgeber der Zeitschrift „Literatur und Kritik“ lebt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und ausgezeichnet, u. a. mit dem Prix Charles Veillon, dem Georg-Dehio-Preis, dem Johann-Heinrich-Merck-Preis und dem Jean Améry-Preis. Publikationen u. a.: „Ruhm am Nachmittag“, 2012; „Das Erste, was ich sah“, 2013; „Lob der Sprache, Glück des Schreibens“, 2014; „Der Alltag der Welt. Zwei Jahre, und viele mehr“, 2015; „Zwanzig Lewa oder tot. Vier Reisen“, 2017.

 

Zum Buch:

Reden werden geschrieben, um vor Publikum vorgetragen zu werden. Nur wenn sie etwas taugen, halten sie auch der nachträglichen Lektüre stand. Karl-Markus Gauß, der „Solitär der österreichischen Literatur“ (Ulrich Weinzierl), ist in den letzten Jahren oftmals eingeladen worden, um Literatur- oder Musikfestivals mit Festreden zu eröffnen oder anlässlich von Jahrestagen, Jubiläen, Gedenkveranstaltungen öffentlich Wort zu ergreifen. Seine Reden haben Aufsehen erregt, gerade weil sie gegen Konventionen des Genres verstoßen: Denn hier tritt ein Redner zugleich als geradezu grüblerischer und als kämpferischer Geist an, der wie kein anderer zu verbinden weiß, was gemeinhin nicht zusammenpasst: Nachdenklichkeit und Streitlust, die Freude an der historischen Abschweifung wie der zur polemischen Zuspitzung. Seine Reden gelten als anregend, spannend, ja sogar als unterhaltsam; dabei sind sie in dem Reichtum an Gedanken, ungewöhnlichen Thesen, an kaum bekannten historischen und kulturellen Bezügen, den sie ausbreiten, so anspruchsvoll, als wären sie für die langsame Lektüre verfasst worden. Die Reden von Gauß sind kein anlassbezogenes Nebenprodukt seines Schreibens, allesamt kommen sie, für den mündlichen Vortrag verfasst, aus der Mitte seines schriftstellerischen Werks, dessen „dialogische Struktur“ vielfach beschrieben und gerühmt wurde. (Verlagstext)

 

CHRISTIAN SCHACHERREITER, geboren 1954 in Linz, Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg, Autor, Literaturkritiker und Kolumnist der „Oberösterreichischen Nachrichten“, Lehrbeauftragter für Literatur an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, zahlreiche Veröffentlichungen.