Zum 100. Geburtstag Marlen Haushofers

Lesung aus „Himmel, der nirgendwo endet“: Martina Spitzer; Helmut Bohatsch: „Die Mansarde“; Einführung Daniela Strigl

In ihrem 1966 erschienenen, teilweise autobiographischen Roman „Himmel, der nirgendwo endet“ zeigt Marlen Haushofer das „Abenteuer der Weltaneignung“ aus der Perspektive von Meta, dem Mädchen im Regenfass. Kindheit, die mit dem Eintritt ins Internat endet.Haushofers letztes Werk „Die Mansarde“ (1969) erzählt die Geschichte einer Ehe mit scharfem Witz und Lakonie. Die Versuche einer Selbstbehauptung der Protagonistin finden in der Mansarde einen Fluchtraum, einen Ort utopischer Phantasie. Manuskripte zu beiden Romanen sind Teil des Nachlasses Marlen Haushofer, der im Oberösterreichischen Literaturarchiv / Adalbert-Stifter-Institut betreut wird.

HELMUT BOHATSCH, geboren 1956 in Graz, von 1978 bis 1985 Schauspieler und Musiker in der Steiermark, nach seiner Übersiedelung nach Wien von 1986 bis 1990 Mitglied des Serapionstheaters Wien und Mitbegründer der freien Theatergruppe „Drama Wien“, seit 1992 Co-Autor, Schauspieler, Sounddesigner und Co-Produzent bei bislang 14 Drama-Wien-Produktionen. Er wirkt als Schauspieler und Sänger in unterschiedlichsten Theater-, Musik-Fernseh- und Filmproduktionen mit und ist darüber hinaus als Sprecher im ORF, BayerischenRundfunk, beim NDR für Hörspiele, Features und Literatur sowie für verschiedene Fernsehdokumentationen tätig.

MARTINA SPITZER, geboren 1962 in Hohenzell (OÖ.); Theaterengagements u. a. am Volkstheater Wien, Schauspielhaus Wien, am Landestheater Bregenz, Landestheater Linz und Landestheater NÖ, Festspiele Reichenau, Rabenhof Theater, Ensembletheater, Theater der Jugend, Werk X. Zusammenarbeit u. a. mit den Regisseuren Viktor Bodó, Kornelia Krombholz, Götz Spielmann, Yosi Wanunu, Lies van de Wiel, Sebastian Schug, Ingo Berk, und seit 2001 kontinuierlich mit der Regisseurin Susanne Lietzow und der Schauspielerin Maria Hofstätter (Nestroypreis für die beste Off-Produktion 2006). Zahlreiche Filmproduktionen.

DANIELA STRIGL, geboren 1964 in Wien, Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte, Theaterwissenschaft. Essayistin, Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin, seit 2007 am Institut für Germanistik der Universität Wien tätig.