Internationales Symposium

Adalbert Stifter und das literarische Leben seiner Zeit: Netzwerk, Gattung, Materialität

Angesichts des ungebrochenen wissenschaftlichen Interesses an Person und Werk Adalbert Stifters, das vom raschen Wechsel von Forschungsparadigmen in Literatur- und Kulturwissenschaft noch profitiert, fällt der Mangel an Studien ins Auge, die Stifters Literatur perspektivisch in ihre Kontexte setzen und das Beziehungsgeflecht rekonstruieren, in dem seine Texte entstanden.

Das Linzer Symposium zum 150. Todestag des Autors möchte in Auseinandersetzung mit Kategorien des literarischen Lebens (Gruppen, Felder, Netzwerke), Gattung (Intertextualität, Distribution) und Materialität des Schreibens (Aufschreibesysteme, Vertextungspraktiken, Druckkulturen) neue Akzente setzen.

 

 

9:00      Begrüßung
9:30      Katja Mellmann: Zum Kontext der zeitgenössischen Vorabdruckpraxis
10:00    Ulrich Dittmann: Paratexte in frühen Stifter-Drucken und Werk-Ausgaben
10:30    Diskussion
11:00    Kaffeepause
11:30    Cornelia Blasberg: Orte der Kunst. Topologische Strukturen in Adalbert Stifters Erzählungen.
12:00    Konstanze Fliedl: Adalbert Stifter und die bildende Kunst
12:30    Diskussion
13:00    Mittagspause
14:30    Peter Schnyder: „Wenn die Sache eine Dichtung wäre.“ Zum Verhältnis von Gattung und Wissen in Stifters Text         „Aus dem bairischen Walde“
15:00    Daniel Ehrmann: Sammeln und streuen. Zur Produktivität von Kollektiven und Kontexten am Beispiel der Stadtskizze bei Adalbert Stifter
15:30    Diskussion
16:00    Kaffeepause
16:30    Herwig Gottwald: „Das Buch gefällt mir nicht.“ Stifters Weg von der Novelle zum Roman. Ein gattungstheoretischer und textgenetischer Vergleich der vier Fassungen der „Mappe“
17:00    Walter Hettche: „Fast ausschließlich beinahe nichts“. Uneindeutiges Erzählen in Stifters „Nachsommer“ und die Folgen für die Kommentierung
17:30    Diskussion