Buchpräsentation

Übersetzte Welten – Literatur zu Stifters Zeiten

Iwan Sergejewitsch Turgenjew „Väter und Söhne“ (dtv), Lesung und Gespräch mit der Übersetzerin

GANNA-MARIA BRAUNGARDT und DOMINIK HARRER

Moderation: DANIELA STRIGL

 

Im Zuge von „Übersetzte Welten“ wird aufklärerisches Licht auf AutorInnen / Werke zu Stifters Zeiten, auf ihre philosophisch-politischen Diskurse, aber auch auf mögliche Querverweise zu unserer Zeit geworfen.

IWAN SERGEJEWITSCH TURGENJEW, geboren 1818 in Orel, gestorben 1883 bei Paris, studierte Literatur und Philosophie. Er begann zunächst als Lyriker, schrieb dann sechs Romane und zahlreiche Novellen. Turgenjew gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des russischen Realismus’ und zählt zu den großen europäischen Novellendichtern.

Zum Buch: Wozu festhalten an Idealen, Werten? Ist doch alles falsche Romantik ‒ also weg damit! Basarow, Medizinstudent aus Petersburg, ist Nihilist und als solcher Teil einer radikalen Jugendbewegung. Als er seinen Freund Arkadi auf dessen Heimreise zum väterlichen Gut begleitet, verliebt er sich in die junge Witwe Anna ‒ was ihn existenziell erschüttert. Sollte die alte Welt etwa doch eine gewisse Wahrheit für sich beanspruchen dürfen? Dies herauszufinden, offenbart sich Basarow ein einziger vernünftiger Weg: erst Konfrontation, dann Kollision. (Verlagstext)

GANNA-MARIA BRAUNGARDT, geboren 1956, Schulbesuch in Berlin, 1975‒1980 Studium der russischen Sprache und Literatur in Woronesh (Russland), danach wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften der DDR, 1984‒1990 Lektorin für russische Literatur beim Berliner Verlag „Volk und Welt“, seit 1991 freiberufliche literarische Übersetzerin. Übertrug Polina Daschkowa, Ljudmila Ulitzkaja, Boris Akunin, Jewgeni Wodolaskin und viele andere ins Deutsche.

DOMINIK HARRER, geboren 1984 in Linz, bis 2013 Studium der Komposition an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, bis 2018 Studium der Philosophie
an der Katholischen Privat-Universität Linz und seit Mai 2018 ebendort wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Praktische Philosophie / Ethik.

DANIELA STRIGL, geboren 1964 in Wien, Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte, Theaterwissenschaft. Essayistin, Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin, seit 2007 am Institut für Germanistik der Universität Wien tätig.