Ausstellungseröffnung

Sarah Schlatter: „Etwas Schreiben“

Sarah Schlatter widmet sich Aufzeichnungen von Frauen aus der Sammlung Frauennachlässe an der Universität Wien und dem Nachlass von zwei Schriftstellerinnen aus dem OÖ. Literaturarchiv (Rudolfine Fellinger und Enrica von Handel-Mazzetti): Vorgefundene Tagebücher, Taschenkalender, Zettel und Manuskripte werden nicht über ihren biografischen Gehalt, sondern als Geschriebenes vorgestellt. Durch Auswahl, Anordnung, und Neuinszenierung treten die Materialien in einen Dialog miteinander. Die Ausstellung handelt vom Schreiben, das abseits von Graphologie und Inhalt für sich steht und „Etwas“ abbildet. Jede Person hat ihre individuelle Form der Aufschreibung, deren eigenwillige Poetik, Verspieltheit und materielle Sinnlichkeit „Etwas schreiben” zeigen möchte.

SARAH SCHLATTER, geboren 1982 in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Typografie, Design und Fotografie in Wien, Bozen und Leipzig und schloss die Hochschule für Grafik und Buchkunst 2011 als Meisterschülerin ab. Die Einbindung von Archivmaterial ist Teil Sarah Schlatters künstlerischer Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte. Sie verwendet Spuren, die an Orten und in Archiven hinterlassen werden, um sie in aktuelle Diskurse einzubringen. Sarah Schlatter erhielt u. a. das Landesgraduiertenstipendium des Freistaates Sachsen, den Joseph Binder Award für Informationsdesign und den IBK-Förderpreis für Fotografie.

Eröffnung: 9. April 2019, 19:30 Uhr

Ausstellungsdauer: 10. April bis 13. Juni 2019

Öffnungszeiten: täglich, außer Montag, 10 bis 15 Uhr