Verschoben
GAV OÖ – Gedenkabend für Eugenie Kain

„Der Donau möchte ich nahe bleiben. Sie gibt mir die Sicherheit, dass es weitergeht.“ (Eugenie Kain)

Texte, Hörbeispiele und Erinnerungen an die 2010 verstorbene Autorin mit Erich Klinger, Walter Kohl, Richard Wall; Musik: Katharina Kain und Alenka Maly („Sisters of another mother“) mit Liedern aus ihrem Programm „Doch den Mond in der Sicht“

Konzeption und Moderation: Elisabeth Strasser und Rudolf Habringer

Vor zehn Jahren ist die Schriftstellerin Eugenie Kain verstorben, heuer wäre sie sechzig Jahre alt geworden. Fast zehn Jahre lang war sie Sprecherin der oö. Regionalgruppe der Grazer Autorinnen Autorenversammlung. Aus diesem Anlass widmet die GAV OÖ ihrer vielseitigen, sozial und politisch engagierten, emphatischen und humorvollen Kollegin einen Abend mit Texten von ihr und über sie.

Eugenie Kains literarisches Werk gibt jenen eine Stimme, „die ohne Stimme sind“ (Theodor Kramer). Ihre Texte sind von gesellschaftspolitischem Engagement und einem genauen und kritischen Blick auf die sozialen Verhältnisse geprägt. Seit ihrer Jugend literarisch tätig, publizierte sie zunächst journalistisch-essayistische Texte in der „Volksstimme“ und in der Zeitschrift „hillinger“. Mit einem Text über die Lebenswelt von Putzfrauen, „Endstation Nasszone“, wurde sie 1982 mit dem Förderpreis „Literatur zur Arbeitswelt“ ausgezeichnet. Später erschienen ihre Texte in Buchform, vom Roman „Atemnot“ über mehrere Erzählbände, wie „Schneckenkönig“, „Sehnsucht nach Tamanrasset“, „Hohe Wasser“, bis zur umfangreichen Erzählung „Flüsterlieder“. Aus ihren Texten wird bei dem Gedenkabend zu hören sein, genauso wie von Erinnerungen literarischer Weggefährten.

Musikalisch gestaltet wird der Abend von „Sisters of another mother“, das sind Katharina Kain und Alenka Maly mit Liedern aus ihrem Programm „Doch den Mond in der Sicht“.