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Gedenkabend

Die Schulen des Dichters - Zum 20. Todestag des Lyrikers und Performers Christian Loidl (1957-2001)

Stefan Maurer und Helmut Neundlinger diskutieren über methodische Prägungen des Dichters

Judith Nika Pfeifer antwortet auf Loidls Text „das wort befreien“

 

Lyrik-Performances waren Feiern der Spontaneität und Improvisation, oftmals in direkter Kommunikation mit Live-Musik und Klängen. Die Wurzeln der poetischen Praxis Christian Loidls lagen in seiner Begegnung mit der amerikanischen Beat-Dichtung von Allen Ginsberg, Anne Waldman und William S. Burroughs. 1988 und 1990 besuchte er die „Jack Kerouac School for Disembodied Poetics“ in Boulder/Colorado und beschäftigte sich methodisch mit dem Anwerfen des Motors sprachlicher Kreativität. Die Literaturwissenschaftler Stefan Maurer und Helmut Neundlinger gehen der Frage nach, wie stark diese methodische Prägung im lyrischen Werk Loidls nachhallt. Die Dichterin Judith Nika Pfeifer wird auf Loidls poetologischem Text „das wort befreien“ (1994) antworten.

Helmut Neundlinger, geb. 1973, ist Literaturwissenschaftler und Autor und leitet das „Archiv der Zeitgenossen“ an der Universität für Weiterbildung/Donau Uni Krems. Publikationen (u. a.): Die Kunst der Erschöpfung. Lesen und Schreiben mit Ernst Jandl & Co. (2018); „Virusalem. Gesang aus dem Bauch des Wals“ (2020).

Stefan Maurer, geb. 1981, ist Literaturwissenschaftler und leitet die Bibliothek des Literaturhauses Wien. Publikationen (u. a.): Wolfgang Kraus und der österreichische Literaturbetrieb nach 1945 (2020); „Diskurse des Kalten Krieges. Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur“ (2017).

Judith Nika Pfeifer, geb. 1975, lebt als Autorin, Performance- und Sprachkünstlerin in Wien und Berlin. Sie besuchte u. a. die von Christian Loidl mitbegründete Wiener „schule für dichtung“. Publikationen (u. a.): TUCSONICS (2019); Violante (2017