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Buch- und Verlagspräsentation

Otto Müller Verlag

LEOPOLD FEDERMAIR: Parasiten des 21. Jahrhunderts. Essais aus beiden Welten

ANNA HERZIG: Die dritte Hälfte eines Lebens. Roman

Lesungen mit den Autor*innen

Moderation: ARNO KLEIBEL (Verleger)

LEOPOLD FEDERMAIR, geboren 1957 in Oberösterreich, besuchte die Gymnasien Kremsmünster und Wels und studierte anschließend Germanistik, Publizistik und Geschichte an der Universität Salzburg. Er ist als Schriftsteller, Essayist, Kritiker und Übersetzer tätig (Übersetzungen aus dem Französischen, Spanischen und Italienischen, u. a. Werke von Michel Houellebecq, José Emilio Pacheco, Francis Ponge). 2012 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung. Leopold Federmair lebt in Hiroshima.

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Leopold Federmair nennt sein neues Werk „Essais“ nach französischer Schreibart, um auf das Hauptwerk von Michel de Montaigne anzuspielen. Das Buch beginnt mit einem „Lob des Parasiten“. In dem Text arbeitet der Autor das kreative Potenzial parasitärer Existenzformen heraus. Überflüssig geworden sind heute nicht nur zahllose berufliche Existenzen, sondern möglicherweise die Menschheit selbst, die sich mehr und mehr auf intelligente Maschinen verlässt. Im zweiten Essai stehen die Digitalisierung und der „neue Mensch“ im Zentrum. Für den dritten Essai hat Federmair in seiner Heimat sowohl Flüchtlinge als auch ihre österreichischen Helfer*innen befragt, die diese zugewanderten „Parasiten“ während der sogenannten Flüchtlingskrise betreuten. Abgerundet wird der Band mit einer Auseinandersetzung zum Konzept eines neoliberalen „Terrors der Ökonomie“. (Verlagstext)

ANNA HERZIG, 1987 als Tochter eines Ägypters und einer Kanadierin in Wien geboren. Ihr Fokus zentriert sich auf Menschen, Makel und Abgründe, besondere Momente und: Begegnungen, die sich einbrennen. Die Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Künstlerin forscht und schreibt nah am Leben. Meistens irgendwo in Österreich. Zuletzt: Stadtschreiberin in Dortmund 2021, Reise- und Arbeitsstipendium des BKA 2021 und Literaturstipendium der Stadt Salzburg 2021.

Zum Buch
Krimmwing ist ein Dorf wie viele andere. Ein Dorf, das sehr genau beobachtet, bewertet und urteilt. Das aber auch gut ist im Wegsehen und Weghören. So haben es die schwer, die anders sind. Der Rathbauer etwa, der sich so gern schminkt allein vorm Spiegel. Der Steinlachner Seppi mit seiner dunklen Hautfarbe, zurückgelassen vom Vater, der kein Einheimischer war. Die junge Rosa, ledig und alleinerziehend. Oder die Liesl mit der körperlichen Auffälligkeit. Warum der Seppi letztlich mit einem Seil zum Apfelbaum auf den Kirschkernhügel gegangen ist, will im Nachhinein niemand geahnt haben. Doch Krimmwing ist auch ein Dorf, das nicht vergisst. Und als der Peter Dohringer nach vielen Jahren zurückkehrt, wird es unangenehm für einige in der Gemeinde.
(Verlagstext)