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Buchpräsentation

Sabine Scholl: Die im Schatten, die im Licht

SABINE SCHOLL: Die im Schatten, die im Licht (Weissbooks)

Lesung mit der Autorin

Moderation: JOHANNA ÖTTL

Reihe „Lynkeus beobachtet“

SABINE SCHOLL, geboren 1959 in Grieskirchen/OÖ, studierte Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft an der Universität Wien, Promotion 1987. Von 1988 bis 1990 Lektorin an der Universität Aveiro in Portugal, seit 1990 freie Schriftstellerin; Lehraufträge an diversen Hochschulen, lebte in Chicago, New York und Nagoya, Japan. Seit 2001 lehrt sie vor allem Literarisches Schreiben an diversen Universitäten, u. a. am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität der Künste Berlin. Von 2009 bis 2012 war sie Professorin für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Scholl verfasst Romane, Essays, Gedichte, Theaterstücke und Hörspiele. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u. a. „Die Füchsin spricht“, Roman, 2016; „Das Gesetz des Dschungels“, Roman, 2018; „Erfundene Heimaten“, Essays, 2019; „O“, Roman, 2020; „Lebendiges Erinnern – Wie Geschichte in Literatur verwandelt wird“, Essay, 2021. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. Rauriser Literaturpreis 1992, Theodor-Körner-Preis 1992, Anton-Wildgans-Preis 2018, Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur 2019.


Zum Buch: Mit dem Anschluss Österreichs im Jahr 1938 beginnt die ergreifende Erzählung von neun Frauenschicksalen nach wahren Vorbildern. Da ist das jüdische Mädchen Lotte, das mit seiner Familie von Linz nach Shanghai fliehen muss. Oder die junge Rosi in Aussee, die die Prachtvillen der deutschen Besatzer in bester Hanglage putzt und auf ihre Weise rebelliert. Francine, die glamouröse Schauspielerin in Paris, die sich die Liebe nicht verbieten lässt. Oder Kitty, die Wiener Jüdin, die über ihre Irrfahrt durch diverse Konzentrationslager berichtet. Es sind Frauen, die aufbegehren, wegschauen oder mitlaufen, solche, die verfolgt werden oder fliehen. Sie alle sind miteinander verbunden, nicht zuletzt durch die Schauplätze, die die Leser*innen von Grieskirchen, Linz und Salzburg bis nach Paris, Texas und Shanghai führen. „Die im Schatten, die im Licht“ ist ein Roman voller Empathie für seine Protagonistinnen, aufwühlend und diskret zugleich. (Verlagstext)


JOHANNA ÖTTL ist Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin, seit 2018 verantwortlich für das Literaturprogramm der Alten Schmiede Wien. Zuletzt erschien: „Körper, Kannibalen, Judenräte. Ästhetiken des Grotesken bei George Tabori und Robert Schindel“, Wien: Böhlau 2021.