Schriften zur Literatur und Sprache in Oberösterreich Band 3

Träumer auf Lebenszeit. Alfred Kubin als Literat


Von Andreas Geyer

Hg. vom Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich

Böhlau Verlag, Wien 1995

264 Seiten

ISBN 3-205-98404-8

Zum ersten Mal wird das literarische Werk Kubins umfassend dokumentiert und literaturwissenschaftlich untersucht. Andreas Geyer bezieht auch das bislang für verschollen gehaltene, legendenumwobene Frühwerk mit ein und hat als unentzifferbar geltende Texte aus dem Kubinschen Nachlass transkribiert und kommentiert.

 

Inhalt

Vorbemerkung

1. Einleitung

2. Das literarische Frühwerk

2.1. Forschungs- und Editionslage

2.2. Der frühe Kubin als Dichter ohne Buch

2.3. Einige Worte (um 1901/02)

2.3.1. Selbstdarstellung und Geniekonzeption

2.3.2. Dekadente "Zerrissenheit" als formales Gestaltungsprinzip

2.3.3. Das Buchprojekt von 1901/02

2.3.4. Einige Worte und Die andere Seite

2.4. Kubins frühes Frauenbild

2.5. Weiber-Fragment (um 1901/02)

2.5.1. Untreue des Weibes

2.5.2. Folterphantasien

2.5.3. Animalisierung des Sexuellen

2.5.4. Anklänge an die Evolutionstheorie

2.5.5. Das Weiber-Fragment und Die andere Seite

2.6. Aus Kubin, des Narren, Leben (um 1900)

2.6.1. Autobiographische Bezüge und Detailtreue

2.6.2. Die Realität als Sprungbrett für die Phantasie

2.6.3. Aus Kubin, des Narren, Leben und Die andere Seite

2.7. Kubins frühe Affinität zum Selbstmord

2.8. Der Selbstmordbrief als literarische Selbststilisierung

2.8.1. Biographischer Hintergrund

2.8.2. Textgestalt und Datierung

2.8.3. Philipp Mainländer als philosophische Quelle

2.8.4. Der Selbstmordbrief und Die andere Seite

3. Die andere Seite (1909)

3.1. Rezeption und Interpretation

3.2. Vorstudien: Der Tod des Vaters als Auslöser

3.3. Traum und Wirklichkeit: Das Reich der Träume

3.3.1. Der Traum als Metapher

3.3.2. Die Wirklichkeit des Traumes

3.3.3. Stimmungen und Welttheater

3.3.4. Der Traum im Traum

3.3.5. Das Traum-Ich in der Wirklichkeit

3.4. Leben und Sterben: Das "Königreich des Todes"

3.4.1. Leben als stetes Sterben

3.4.2. Die Vorzeichen des Todes

3.4.3. Die Träumer als Seismographen des Untergangs

3.4.4. Patera als Todesgott

3.4.5. Das Zwitterwesen Pateras

3.4.6. Patera, Bell und die Blauäugigen

4. Das literarische Spätwerk

4.1. Überblick und Forschungslage

4.2. Kubins spätes philosophisches Weltbild

4.3. Altersangst und Weltflucht

4.3.1. Die Wette (1925)

4.3.2. Der Ritt über den Paß (1925)

4.3.3. Der müde Sultan (1925)

4.4. Visionen aus Kindheit und Jugend

4.4.1. Mimi (1922)

4.4.2. Die Geliebte eines Kindes (1926)

4.5. Böhmische Impressionen

4.5.1. Besuch in der Heimat (1928)

4.5.2. Phantasien im Böhmerwald (1923/1935/1951)

4.6. Spuk- und Schauergeschichten

4.6.1. Die Jagd auf den Vampir (1925)

4.6.2. Der Schrei aus dem Dunkel (1929)

4.6.3. Erlebnis am Inn (1930)

4.7. Künstlerische und weltanschauliche Bilanz

4.7.1. Ali, der Schimmelhengst (1928/1932)

4.7.2. Fragment eines Weltbildes (1931)

Anhang

Transkriptionen

Siglen, Editionsprinzipien

1. Einige Worte über das Schaffen und den Menschen Alfred Kubin

2. Weiber-Fragment

3. Aus Kubin, des Narren, Leben

4. Selbstmordbrief

5. Fragment über den Tod

Literatur und Quellen

Datenblatt Wien - Köln - Weimar

€ 29,00