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Elisabeth Vera Rathenböck

© Reinhard Winkler

Geb. am 27.3.1966 in Linz.
Die vielseitige Autorin, Publizistin und Journalistin veröffentlicht Romane, Kinderbücher und Theaterstücke, schreibt Libretti; ihre Stücke für Kinder und Jugendliche werden im In- und Ausland erfolgreich aufgeführt.

Nach der Matura am Neusprachlichen Bundesgymnasium ab 1984 Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien und Architektur an der TU Wien, von 1988-93 Studium der Künste an der Meisterklasse Bildhauerei (Erwin Reiter) an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz, 1993 Abschluss mit Diplom. Rathenböcl lebt in Garsten bei Steyr und ist Mitglied des Autorenkreises Linz, der Gruppe für angewandte Texte, der Grazer Autorenversammlung und des Marlen Haushofer-Forums in Steyr.

Nach einer ersten bibliophilen Buchpublikation, Die Stimme diese Ratte (1997), veröffentlichte Rathenböck zwei mit Peter Klimitsch verfasste Krimis für Kinder (1997 Euro-GRIPS - Das Krimi-Abenteuer in Österreich und 1999 Euro-GRIPS und die verschleppten Hunde. Ein neues Krimi-Abenteuer), wandte sich dann aber zunächst wieder der Literatur für Erwachsene zu. In ihrem 1999 erschienenen Roman Memento Mori verknüpft sie drei österreichische Frauenbiografien und erzählt von der Tochter einer berühmten Fotografin (Trude Fleischmann) jüdischer Herkunft, die aus den USA nach Österreich kommt, um das Sterben einer Freundin der Mutter zu dokumentieren. In ihrer Novelle Marathon (2001) erfindet Rathenböck drei Figuren - den Erzähler, John Lennon und eine Läuferin - und stellt in der "Verkettung" der Lebensläufe "Identitätsbildungen durch Abhängigkeiten" (95) dar. In den 74 Glossen ihres privaten Herbariums des Präsens (2003) dokumentiert sie wie in einem Lexikon fiktive Beobachtungen und Reflexionen, in den sechs Erzählungen des Bandes Die Stunden der Nattern (2008) entwirft sie helle "Bilder einer österreichischen Kindheit in den siebziger Jahren".
In ihren Theaterstücken für Kinder und Jugendliche greift Rathenböck aktuelle Themen auf, so in Bis späterFerdinand (Uraufführung 2004) das Thema Tod, in Eiskinder (Uraufführung 2006) und dem Monolog Eiskind (Uraufführung 2008) das Problem Magersucht und Bulimie, in Olga ist verdreht (Uraufführung 2007) die Schlaflosigkeit, in Antonia undder 33. Juli (Uraufführung 2009) das Thema Wunderkind und im Klassenzimmer-Stück ab 14 Jahren Wir schauennicht weg (Uraufführung 2011) das Thema Mobbing. Als Librettistin verfasste Rathenböck die Texte für das Oratorium Ruut von Florian Maierl (Uraufführung 2010) und für die Oper Kaspar H. von Balduin Sulzer (Uraufführung 2011).

Preise und Stipendien u. a. 1999 Talentförderungsprämie für Literatur des Landes Oberösterreich, 2004 und 2007 Dramatikerprämie des Landes Oberösterreich für Olga ist verdreht und das Dramolett LINZ-TALK live, 2005 und 2007 Aufenthaltsstipendien des Landes Oberösterreich in ÄŒeský Krumlov (Tschechische Republik).

Christa Gürtler

 

Die Stimme diese Ratte. Linz 1997. - EuroGRIPS. Das Krimi-Abenteuer in Österreich (gemeinsam mit Peter Klimitsch). Linz 1997. - EuroGRIPS und die verschleppten Hunde. Ein neues Krimi-Abenteuer (gemeinsam mit Peter Klimitsch). Linz 1999. - Memento Mori. Linz, Wien 1999 (neu aufgelegt: Linz 2001). - Marathon. Wels 2001. - Herbarium des Präsens. Aspach 2003. - Abenteuer Musik - Das Geheimnis der Geige. Linz 2005. - Abenteuer Musik - Das Geheimnis der Flöte. Linz 2007. - Die Stunde der Nattern. Bilder einer Kindheit. Wien 2008. - Olga ist verdreht. Mannheim 2010. - Emmi will ausziehen. Wien 2011.

Schager, Helga: Elisabeth Vera Rathenböck. Porträt einer Künstlerin. Linz 2003 (Audio-CD; Spacefemfm - Frauenradio auf Radio Fro, 105.0 MHz).