Buchpremiere

Lesung Margit Schreiner „Sind Sie eigentlich fit genug? Mehr über Literatur, das Leben und andere Täuschungen“. Essays (Schöffling & Co.), anschließendes Gespräch mit der Autorin

MARGIT SCHREINER, geboren 1953 in Linz, Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg. Lebt nach langjährigen Aufenthalten in Tokio, Paris, Rom und Berlin derzeit im Waldviertel. Buchveröffentlichungen u. a.: „Haus, Frauen, Sex“, 2001; „Heißt lieben“, 2003; „Die Eskimorolle“, 2004; „Buch der Enttäuschungen“, 2005; „Geschichten vom Bruno“, 2005; „Haus, Friedens, Bruch.“, 2007; „Schreibt Thomas Bernhard Frauenliteratur?“, Essays, 2008; „Die Tiere von Paris“, 2011; „Das menschliche Gleichgewicht“, Roman, 2015; „Kein Platz mehr“, Roman, 2018; Preise und Auszeichnungen u. a. Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur 2004, Kunstwürdigungspreis der Stadt Linz 2006, Österreichischer Würdigungspreis für Literatur 2010, Johann-Beer-Literaturpreis 2015, Heinrich-Gleißner-Preis 2015, Anton-Wildgans-Preis 2016; MitKein Platz mehr“ war sie 2018 für den Österreichischen Buchpreisnominiert.

Zum Buch: Wenn Margit Schreiner nicht an Romanen arbeitet, schreibt sie Artikel für Zeitungen und Zeitschriften, Statements zu aktuellen politischen Themen und vor allem Essayistisches: „Jede schriftliche Äußerung erfordert eine viel genauere Auseinandersetzung mit Themen als alles Mündliche. Die Ausdrucksweise in der öffentlichen Auseinandersetzung wird immer gröber und undifferenzierter, da muss man sich manchmal zu Wort melden.“
Nach dem Essayband „Schreibt Thomas Bernhard Frauenliteratur?“, in dem Schreiner zu der Schlussfolgerung kommt: „Thomas Bernhard IST eine Frau“, folgt nun ein Band mit neuen Essays und betrachtender Prosa.
Unter dem Oberbegriff „Literarisches“ denkt sie über Sprachformen wie „Rührei oder Eierspeis“ nach, bei „Biographisches“ geht es unter anderem um den „Roten Faden“. „Weibliches“ inspiriert sie zu dem Essay über „Muttertag, der Tag des Wellensittichs“, „Redliches“ zum „Seepferdchen im Kopf“. Sie schreibt über Margaret Atwood und Jane Bowles und fragt schließlich unter dem Stichwort „Politisches“: „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?“ Und immer zeigt Margit Schreiner ihren unverwechselbaren Blick auf unsere Welt. (Verlagstext)