Zu Mittag bei Stifter – AusstellungskuratorInnen im Gespräch

Claudia Lehner im Gespräch mit Andrea Bina

Die diesjährige Mittagsreihe beschäftigt sich vertiefend mit den 2019 im StifterHaus gezeigten Ausstellungen - Comics, künstlerisch-inszenierten Schriftbildern, Linz- Texten, politisch motivierter Literatur.

Die Ausstellung „‚Unsere Stadt ist noch niemals beschrieben worden.ʽ Linz-Texte“ nimmt Linz in den Fokus der Literatur und macht sie zur eigentlichen Protagonistin. Das Spezifische dieser Stadt  – ihre Lage an der Donau, ihre Geschichte, u. a. geprägt durch den Nationalsozialismus und die Industrialisierung, ihre Bedeutung als Bildungs- und Kultur-Standort – ist Thema in zahlreichen literarischen Texten des 20. Jahrhunderts,  u. a. von Marlen Haushofer, Franz Tumler, Franz Rieger, Eugenie Kain, Franz Kain, Hermann Friedl und Käthe Recheis. In der Literatur entfaltet sich die Stadt als realer, aber auch als Sehnsuchts- und Imaginationsraum in ungewohnter Form und lässt sich dabei neu entdecken.

ANDREA BINA, geboren 1967 in Linz, Kulturhistorikerin, seit 2010 Leiterin des NORDICO Stadtmuseum Linz, zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Neuen Galerie der Stadt Linz (1998-2003) und Kuratorin im LENTOS Kunstmuseum Linz (2003 - 2010). Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen an der Schnittstelle zwischen Kunst, Architektur und Stadtgeschichte.  

CLAUDIA LEHNER, geboren 1972 in Linz. Studium der Germanistik und Komparatistik/Publizistik/Kunstgeschichte in Wien. 2001–2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich.