Ausstellungseröffnung

Eröffnung der Ausstellung „Vorwärts, Genossen, es geht überall zurück“. Karl Wiesinger (1923-1991)

Eröffnung: Landeskulturdirektor Reinhold Kräter

Zur Ausstellung sprechen Georg Hofer und Helmut Neundlinger

 

Florin Mittermayr liest aus dem „Bauernroman. Weilling Land und Leute“ (Neuauflage 2019, Promedia Verlag), den Karl Wiesinger unter dem Pseudonym Max Maetz verfasste

In Leben und Werk des Linzer Schriftstellers Karl Wiesinger spiegeln sich die Konflikte, Umbrüche und Erstarrungen wider, die das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) prägten: die Totalitarismen des Faschismus, des Nationalsozialismus und Stalinismus, die Spannungen und Stellvertreterkriege des Kalten Krieges, die Kämpfe um Entwicklung, Bildung und Ressourcen zwischen Geschlechtern, Klassen und Nationen. Als Kind der Zwischenkriegszeit wächst Wiesinger in einen permanenten politischen Ausnahmezustand hinein. Da ihm eine bürgerliche Berufsexistenz aufgrund einer kriegsbedingten Tuberkuloseerkrankung weitgehend unmöglich ist, entwickelt er sich zum Kämpfer an der Schreibmaschine, der das Zeitgeschehen aus der Perspektive des überzeugten Kommunisten kommentiert. Im kulturellen und politischen Leben der Linzer Nachkriegszeit wird er zu einem Beobachter und Aktivisten, von dem immer wieder provokante Impulse ausgehen. Die Ausstellung „,Vorwärts, Genossen, es geht überall zurück’. Karl Wiesinger (1923–1991)“gestaltet sich als Parallelerzählung von Leben bzw. Werk des Autors und Zeitgeschichte. Der seit 2012 im Adalbert-Stifter-Institut befindliche Nachlass Wiesingers bildet die Grundlage für die Rekonstruktion der Biografie eines politischen und literarischen Außenseiters samt ihren immer wieder überraschenden Wendungen.

Kuratoren: Georg Hofer, Helmut Neundlinger

Gestaltung: Thomas Pauli

Grafik: Thomas Pauli, Gerhard Spring

 

Ausstellungsdauer:

27.11.2019–28.5.2020

Zur Finissage am 28.5.2020 erscheint ein Katalog.

Öffnungszeiten:

Dienstag–Sonntag: 10–15 Uhr