Literaturcafé

Das Literaturcafé bietet die Möglichkeit, Neuerscheinungen der oberösterreichischen Literatur einzusehen, und zeigt regelmäßig kleine Ausstellungen und Projekte, deren Thematiken meist am Schnittpunkt Literatur und bildende Kunst angesiedelt sind.

Aktuelle Ausstellung:

Thomas Fatzinek präsentiert seine Graphic Novels „Der letzte Weg“ und „Die Schönheit der Verweigerung“

Satellitenausstellung zu NEXTCOMIC 2020 

Ausstellungsdauer: 13. März 2020 bis 1. März 2021

Thomas Fatzinek, geboren 1965 in Linz, lebt und arbeitet heute als „Gschichtldrucker“ und Comiczeichner in Wien. Seit 2016 veröffentlichte er fünf Comicbände, die sich in Stil und Format sehr unterscheiden, jedoch immer um die Erinnerung an schreckliche Ereignisse und widerständige Menschen vor und während des Zweiten Weltkrieges kreisen.

Zu „Der letzte Weg“:

Unmittelbar nach dem deutschen Einmarsch in Białystok im Juni 1941 wurden mehrere Hundert Juden und Jüdinnen von der SS in der Synagoge lebendig verbrannt und ein Ghetto eingerichtet. Daraufhin begannen sich jüdische Partisaneneinheiten im Białystok und in den umliegenden Wäldern zu formieren und um ihr Überleben zu kämpfen.

„Der letzte Weg“ ist eine in dreijähriger Arbeit recherchierte und gezeichnete Geschichte nach den Erinnerungen von Chaika Grossman und Chasia Bornstein Bielicka, die als „Verbindungsmädchen“ im „arischen“ Teil der Stadt lebten, um Waffen und Medikamente zu organisieren und die Kommunikation mit den anderen Ghettos und Widerstandsgruppen aufrecht zu erhalten. (Verlagstext)

Zu „Die Schönheit der Verweigerung“:

Ab dem Oktober 1943 bildete sich im Toten Gebirge eine bewaffnete Widerstandsgruppe aus entwichenen Häftlingen und desertierten Wehrmachtssoldaten. Unterstützt wurde diese Gruppe Willi bzw. Fred vom Widerstand in den Gemeinden des Salzkammergutes. Obwohl sie auf Aktionen verzichteten, banden sie zeitweise erhebliche Kräfte von Wehrmacht und SS. 1945 waren sie an der Befreiung von Bad Ischl und der Verhaftung des Chefs des Reichssicherheitshauptamtes, Ernst Kaltenbrunner, beteiligt.
Der erste Teil beruht auf den Erinnerungen von Sepp Plieseis und Franz Kain, der zweite Teil besteht aus kurzen Episoden, in denen wichtige Personen und Ereignisse des Widerstands vorgestellt werden. (Verlagstext)

Bahoe Books ist ein junger österreichischer Verlag, der Graphic Novels, Comics aber auch Kinderbücher, Romane, Sachbücher und Biographien veröffentlicht. Die Themen kreisen dabei häufig um – nomen est omen – Konflikte und den gesellschaftlichen Umgang mit ihnen. Anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung  von Oberösterreich durch die Alliierten erscheint heuer Tom Fatzineks „Schönheit der Verweigerung“ neu. Darin zeichnet Fatzinek über bedeutende Personen und Ereignisse des Widerstandes im Salzkammergut. Die farbige Graphic Novel erscheint als 3. Band der Reihe Retrospektive, welche österreichische Zeitgeschichte in Comic-Form dokumentiert. 

Folgende Ausstellungen / Projekte wurden bislang realisiert

Marijan Pušavec und Zoran Smiljanić präsentieren die fünfbändige Graphic Novel „Die Mexikaner“

15. März bis 30. Dezember 2019
(NEXTCOMIC-Festival)

Nadine Redlich: „I Hate You, You Just Don't Know It Yet

16. März bis 20. Februar 2019

(NEXTCOMIC-Festival)

Katharina Greve: „Das Hochhaus. 102 Etagen Leben“
17. März bis 3. September 2017
(NEXTCOMIC-Festival)

Tommi Musturi: Originale seines vielfältigen Schaffens, u.a. „Das Handbuch der Hoffnung“ (Avant Verlag)
(Originalseiten als Satellitenausstellung zu NEXTCOMIC 2016)
12. März bis 26. Oktober 2016

Nicolas Mahler: „Der Weltverbesserer“ von Thomas Bernhard
21.3.2015 bis 29.11.2015
(NEXTCOMIC-Festival)

Johanna Wögerbauer: „Nordlicht“
22.3.2014 bis 7.9.2014
(NEXTCOMIC-Festival)

Margit Krammer: „Anrufung des großen Bären“
23.3.2013 bis 5.7.2013
(NEXTCOMIC-Festival)

Marijpol – Wandzeichnung
17.3. bis 20.3. und 28.3. bis 15.4.2012
(NEXTCOMIC-Festival)

„Formuliert“. Konvergenzen von Schrift und Bild
18. Juni 2009 Anselm Glück
9. Juli 2009 Richard Wall
30. Juli 2009 Noemi Auer
20. August 2009 Christoph Raffetseder und Rosemarie Heidler