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Zum Adalbert-Stifter-Gedenktag

Was geht mich Stifter an? – Sichtweisen oder keine …

mit Julian Schutting und Magda Woitzuck; Moderation: Gerhard Zeillinger

Julian Schutting, Jahrgang 1937, hat Adalbert Stifter im Schulunterricht so prägend erfahren, dass er sich in seinem Werk intensiv mit Stifters Eigenart beschäftigt, einzelne Texte wie die „Bunten Steine“ gar neu erzählt und interpretiert hat. Eine Referenz, die man bei späteren Autorengenerationen nicht mehr findet. So stellt sich die Frage: Welche Relevanz hat Stifter für Schreibende heute?

Magda Woitzuck, Jahrgang 1983, gehört zu jenen AutorInnen, die Stifter im Schulunterricht gar nicht mehr begegnet sind. Die Frage, warum? beschäftigt ebenso wie die, ob und wie sehr Stifter das Leseverhalten und Schreiben heute noch beeinflusst.

JULIAN SCHUTTING, geboren 1937 in Amstetten, fotografische Ausbildung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Wien, 1963 Doktorat, von 1965 bis 1987 Lehrtätigkeit am Technologischen Gewerbemuseum in Wien; Lyrik, Prosa, Hörspiele, szenische Dialoge und tagebuchartige Notate, mehr als 50 selbständige Veröffentlichungen, zuletzt erschienen: „Zersplittertes Erinnern“, 2016, „Betrachtungen: Texte und Photographien“, 2017, „Unter Palmen“, Gedichte, 2018, „Zumutungen“ (Innsbrucker Poetik-Vorlesungen 4), 2019; zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Österreichischer Würdigungspreis für Literatur 1981, Anton-Wildgans-Preis 1984, Georg-Trakl-Preis 1989, Gert-Jonke-Preis 2015.

MAGDA WOITZUCK, geboren 1983 in Wien. Zweisprachig aufgewachsen (Deutsch/Polnisch), der Roman „Über allem war Licht“ erschien 2015 im Verlag Wortreich. ORF Hörspielproduktionen: „Doggod“ (2009), „Das Glashaus“ (2012), „Vom Fehlen des Meeres auf dem Lande“ (2013), „Sieben Leben“ (2015), „Die Schuhe der Braut“ (2017) und „Im Winter“ (2019). Preise und Stipendien: u. a. Deutscher Hörspielpreis der ARD 2018 und Shortlist beim Prix Europa in Berlin 2018 für „Die Schuhe der Braut“, Anerkennungspreis bei den NÖ Kulturpreisen 2018, Projektstipendium des BMUKK (2017-2018), Autorenprämie der Stadt Wien 2016 für den Roman „Über allem war Licht“, Kritikerpreis für das künstlerisch anspruchsvollste Hörspiel des Jahres 2010 für „Doggod“.

GERHARD ZEILLINGER, geboren 1964 in Amstetten/ NÖ, Studium der Germanistik und Geschichte in Wien, Dissertation über Julian Schutting. Berufliche Tätigkeiten als Verlagslektor, Literaturwissenschaftler und Historiker. Seit 1982 zahlreiche Veröffentlichungen in in- und ausländischen Literaturzeitschriften und Anthologien sowie im Rundfunk.