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19. Jahrhundert

I. Ein neues Jahrhundert mit alter Literatur? - II. Gelehrsame Gesellschaften und bildende Bücher - III. Prominenz und Provinz auf der Bühne - IV. Dienende Dichter und dichtende Diener - V. Regionalismus und Historismus - VI. Brücken schlagen: Dichtung, Volk und Sprache - VII. Von Stiftern, Damen und Modernen - VIII. Die Peripherie der Provinz - IX. Verschüttet oder verloren?

Das 19. Jh. stellt sich in Oberösterreich, nicht anders als im Rest Europas, als Phase des Übergangs und der Dynamisierung in sozialer, kultureller und politischer Hinsicht dar. Die ersten Jahrzehnte waren deutlich vom Fortwirken des sogenannten Josephinismus und der Unsicherheit durch die nachnapoleonischen Kriege geprägt. Insbesondere die restaurative zweite Phase mit ihren verschärften Zensurbestimmungen und ihrer innenpolitischen Oppression hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Literaturproduktion der Zeit. Ebenso unmittelbar auf die Literatur wirkte die dritte Phase ab 1848, in der die Hoffnungen auf eine tatsächliche Neuverteilung der Macht, die durch die kurzfristige Gewährung der allgemeinen "Preßfreiheit" geschürt wurden, mit der gewalttätigen Eskalation der "bürgerlichen" Revolution rasch in Ernüchterung umschlugen. Die letzte Phase ab den 1860er Jahren stand politisch im Zeichen von Liberalismus und Nationalismus, zweier politischer und kultureller Strömungen, die für die oberösterreichische Literatur allerdings eine geringere Rolle gespielt haben.

I. Ein neues Jahrhundert mit alter Literatur?
Bezeichnungen wie "Klassik" und "Romantik" oder die Rede von der "Goethezeit" (Korff) sind keine Kategorien, mit denen man der österreichischen Literatur und insonderheit der oberösterreichischen beikommen kann. Das Verhältnis Oberösterreichs zu diesen beiden, letztlich ebenfalls regional geprägten Hauptströmungen der deutschen Literatur um 1800 ist ein vornehmlich rezeptives (s. Klassik). Doch es gab in Oberösterreich bereits in der ersten Hälfte des 19. Jh. ein durchaus eigenständiges literarisches Leben, wenngleich der Jahrhundertwechsel auf kulturellem Gebiet zunächst weitgehend ohne gröbere Zäsuren verlaufen war. Eine merkbar verzögerte Umsetzung aufgeklärter Ideen ist nicht nur auf das Land ob der Enns beschränkt, sondern betrifft, mit einigen regionalen Unterschieden, die gesamte Monarchie (vgl. Verdrängter Humanismus). Vielfach wurden josephinische Tendenzen nicht nur fort-, sondern allererst durchgesetzt, nicht zuletzt durch Beamte und Geistliche. Diese intellektuellen Kontinuitäten wurden auf politischer Ebene von einem Kampf gegen den sich spätestens seit der Revolution von 1789 abzeichnenden systemischen Wandel begleitet, wie er in Frankreich beispielhaft herbeigeführt worden war. Insbesondere die Wirren der Napoleonischen Kriege und das im Anschluss daran installierte restaurative und hochgradig repressive innenpolitische System nach dem Wiener Kongress (1814/15) bewirkten, dass die Kontinuitäten vermehrt den Beigeschmack verhinderter Veränderung annahmen. Aus diesem Gefüge ergab sich eine die Literaturproduktion der Folgejahre wesentlich beeinflussende kulturelle Gemengelage aus persistenten und neuen Tendenzen, die sich erst behaupten mussten - unterschiedliche Strömungen kamen nebeneinander zu stehen, neben einem mystizierenden Pietismus etwa ein immer ‚nationaler‘ werdender Patriotismus, demokratische Ideen neben monarchische Traditionen.

II. Gelehrsame Gesellschaften und bildende Bücher
Zum Ausgleich der politischen Machtlosigkeit versuchten etliche Bürger, in Wirtschafts- oder Kulturvereinen auf ihr näheres Umfeld einzuwirken. Die Mitglieder der sogenannten "Eos-Frühaufstehergesellschaft" (1826-27) in Linz waren nicht nur zu gemeinsamen frühmorgendlichen Wanderungen verpflichtet, sondern produzierten neben einiger Gelegenheitsdichtung auch kleine handgeschriebene Zeitschriften. Diese Publikationsform war freilich wenig geeignet, um überregionale Bedeutung zu erlangen, und so verschwand die Erinnerung an die Texte bald gemeinsam mit der Frühaufstehergesellschaft.
Eine aus aufklärerischer Grundhaltung entstandene Dichtung beanspruchte kaum künstlerische Eigenständigkeit, sondern betonte ein eher pragmatisches Verhältnis zu seinen Lesern. Die Wirksamkeit ihrer Texte hatten auch der im Salzkammergut und Pichl bei Wels praktizierende Weltpriester Joseph Valentin Paur (1761-1835) und der Kirchenhistoriker und Pfarrer Johann Hilarius Weingartner (1784-1842) im Blick. Während Paur vor allem mit erzieherischer und nicht immer literarischer Prosa in Erscheinung trat, zeichneten sich Weingartners Texte durch eine Verbindung von aufklärerischer und religiöser Rhetorik aus.

III. Prominenz und Provinz auf der Bühne
Das Linzer Theater konnte demgegenüber eine erstaunliche Aktualität behaupten. Neben längst kanonisierten Stücken von Lessing und Shakespeare wurden auch die beiden Weimarer Klassiker und deren Konkurrenten um den dramatischen Erfolg, die sehr populären August Wilhelm Iffland (1759-1814) und August von Kotzebue (1761-1819), aufgeführt. Zu Beginn des Jahrhunderts beherrschte vor allem der Vielschreiber Kotzebue die Linzer Bühne, von den Klassikern wurde vor allem Schiller aufgeführt. Aber auch Wiener Volksstücke, die zu regelrechten Linzer Lokalpossen umgearbeitet wurden (vgl. Lenz, 66ff.), standen auf dem Spielplan. Ein ähnliches Bild ergeben die Spielpläne des Welser Theaters, das seit 1840 als städtisches Theater geführt wurde. Das aus finanziellen Gründen unvermeidliche qualitative Gefälle zwischen Linz und Wien bemerkt auch Adalbert Stifter in einem Brief an Gustav Heckenast, woraus er schließt: "Ich gehe hier gar nicht (mit seltenen Ausnahmen) ins Theater, weil sie scheußlich spielen" (Brief vom 13.12.1855).
Von den oberösterreichischen Dramatikern feierte etwa der in Grieskirchen geborene Otto Prechtler (1813-1881), dessen Stücke u. a. am Wiener Burgtheater aufgeführt wurden, achtbare Erfolge. Der zeitlebens auch als Lyriker arbeitende Prechtler wurde, als Pensionist nach Linz zurückgekehrt, in seiner Heimat als großer Dichter gefeiert und veröffentlichte hier noch mehrere Gedichtbände.

IV. Dienende Dichter und dichtende Diener
Die geringe innovatorische Kraft der oberösterreichischen Literatur in der ersten Jahrhunderthälfte scheint auch auf die schwierige Marktsituation für hiesige Dichter rückführbar zu sein. Nur wenige Berufe ermöglichten eine begleitende schriftstellerische Tätigkeit, darunter vor allem der Staats- und Kirchendienst. Dies brachte ein für das gesamte Jahrhundert prägendes Dilemma mit sich, das die Autoren ins Spannungsfeld zwischen ästhetischer Freiheit und Dienstbeflissenheit versetzte. Ein Beispiel für die problematische Koppelung von Kunst und Autorität stellt die von einigen Oberösterreichern, allen voran Anton von Spaun (1790-1849) und Johann Mayrhofer (1787-1836) herausgegebene Zeitschrift Beyträge zur Bildung für Jünglinge (1817-18) dar. Spaun, bereits seit 1810 im Staatsdienst, hat in seinem Gespräch über Leidenschaften (1. Bd., 1817) die zeitgenössisch populäre Ansicht vertreten, dass die Zügelung der Leidenschaften die eigentliche Stärke des Menschen darstelle. In ähnlicher Weise versucht die Einleitung in die Zeitschrift, ihre Konformität gegenüber dem Staat zum Ausdruck zu bringen, indem sie den "Jüngling" mittelbar an seine "Pflichten" gegenüber dem Staat erinnert (1. Bd., 1817, VI). Letzteren hat die affirmative Haltung indes offenbar mehr zu überzeugen vermocht als das Publikum, sodass die Zeitschrift nach nur zwei publizierten Ausgaben ihr Erscheinen einstellen musste. Insgesamt wurde die Situation der Literatur als problematisch empfunden und dieser Empfindung in Journalen immer wieder Ausdruck verliehen. So klagte etwa das Bürgerblatt, dass - gerade in "unserer tiefbewegten Zeit" - "Reflexion und Kritik [...] an der [sic] Stelle der produktiven Fantasie und des begeisterten Kunstgenusses getreten [sind]" (Oesterreichisches Bürgerblatt 100, 16. Dez. 1831).

V. Regionalismus und Historismus
Trotz der Formen später Aufklärung und dem teils systembedingten Konservativismus soll nicht der Eindruck umfassender Verzögerung in der oberösterreichischen Kultur des 19. Jh. erweckt werden. Der geistliche Historiker Jodok Stülz (1799-1872) stand zeitweilig dem Münchener Görres-Kreis nahe und ermöglichte so den bescheidenen Anschluss an überregionale Tendenzen. Daneben existierte der stillere, dafür umso schwärmerischere Kreis um Anton von Spaun, der große Begeisterung für die eigene, vor allem mittelalterliche Geschichte und die Kultur der Gotik hegte (vgl. dazu Stifters spätere Bemühungen als Landeskonservator). Spaun ist noch heute vor allem für diese volkskundlichen und konservatorischen Leistungen bekannt. So wurde 1833 auf sein Betreiben der Vorläufer des "Oberösterreichischen Musealvereins" (heute "Gesellschaft für Landeskunde") gegründet, der wie das von Karl Adam Kaltenbrunner (1804-1867) herausgegebene Oberösterreichische Jahrbuch für Literatur und Landeskunde auch "Schriftdenkmäler" gesammelt hat.
Nicht nur wegen der eingeschränkten Publikationsmöglichkeiten für "engagierte" Literatur, sondern auch aufgrund steigender Nachfrage erfreute sich das sogenannte Volksbuch zunehmender Beliebtheit, das vor allem alte Sagen in aufregende Erzählungen überführen wollte. Diese Gattung stellt einen stärker populärkulturellen Aspekt des allgemeinen Interesses an der lokalen Geschichte dar.

VI. Brücken schlagen: Dichtung, Volk und Sprache
Das allgemeine Interesse an der Landes- und Volkskunde hatte bereits zu Beginn des Jahrhunderts die Aufmerksamkeit auch auf die Sprache des Landes gelenkt. Vielleicht am elaboriertesten und mit stark genetischem Fokus hat der Kremsmünsterer Benediktiner Matthias Höfer (1754-1826) Die Volkssprache in Oesterreich vorzüglich ob der Ens (1800) in den Blick genommen. Dieses wissenschaftliche Interesse an der Sprache des Volkes wurde von einer breitgefächerten Mundartliteratur begleitet, deren berühmtester Vertreter bis heute Franz Stelzhamer geblieben ist. Auch wenn es neben und vor allem nach Stelzhamer eine Vielzahl an dichterischen Versuchen in der "Volkssprache" gab, ist der Eindruck trügerisch, dass Mundartdichtung bodenständiger oder naiver als die Literatur der "Hochsprache" sei. Gerade angesichts der scheinbaren Aussichtlosigkeit, mit Vorbildern aus dem 18. Jh. konkurrieren zu können, stellte die Mundartdichtung eine Form des künstlerischen Ausdrucks dar, mit der die Gefahr der Epigonalität weitgehend umgangen werden konnte. Die verwendete "Mundart" wurde schon mit der Verschriftlichung in eine Kunstsprache überführt, die zwischen gesprochenem (regionalem) Dialekt und geschriebener Hochsprache angesiedelt werden muss. Wie stark diese nur scheinbar rurale Dichtung auch von der zeitgenössischen Bildung beeinflusst war, zeigt nicht zuletzt das Beispiel Stelzhamers, der zwar in bäuerlichen Verhältnissen in Großpiesenham geboren wurde, später aber sowohl ein Gymnasium als auch das Priesterseminar besucht hat. Die Rückwendung zur heimatlichen Mundart geschah erst mit etwa dreißig Jahren und ist insbesondere in Hinblick auf Stelzhamers Positionierung im literarischen Feld seiner Zeit interessant, da er zuvor mit seinen eher konventionellen hochsprachlichen Dichtungen kaum Erfolge verbuchen konnte. Erwähnung verdienen auch Anton Schosser (1801-1849) und Karl Adam Kaltenbrunner (1804-1867). Zur weiteren Förderung der Mundartdichtung wurde von Hans Commenda, Hans Zötl und Anton Matosch 1882 der "Stelzhamer-Bund" gegründet, der aber nicht zur Wiederholung von Stelzhamers Erfolgen führte.
Vor allem mit seinen Nachdichtungen mittelalterlicher Texte konnte der gebürtige Freistädter Edward Samhaber als Lyriker Bedeutung erlangen. Auch der aus Wien stammende, von Nikolaus Lenau als "die österreichische Lerche" (ÖBL 10, 181) bezeichnete Matthias Leopold Schleifer (1771-1842) ist zu erwähnen, der sich seit 1837 neben seiner Anstellung im Salinenoberamt in Gmunden als Schriftsteller betätigt hat. Außerdem spiegelt sich in der oberösterreichischen Lyrik die soziale Dynamisierung der Jahrhundertmitte wider. Exemplarisch seien hier die Gedichte eines Handwerksburschen (1851) von Josef Hermann Hillisch, eines Linzer Druckereigehilfen, genannt.

VII. Von Stiftern, Damen und Modernen
Es ist auffällig, dass sich die Prosaliteratur in Oberösterreich eher zurückhaltend entwickelt und dass stattdessen die episierende Versdichtung relativ viel Raum eingenommen hat. Selbst der als Erzähler alles überragende Adalbert Stifter begann seine künstlerische Laufbahn zunächst als Lyriker und vor allem als Maler. Mit seiner Wendung zur Prosa wurde Stifter dann zu einem der im gesamten deutschen Sprachraum bis heute bedeutendsten Dichter des 19. Jh. Darüber hinaus stellt er für den hier besprochenen Kontext einen seltenen Sonderfall dar: Stifter ist einer der wenigen Schriftsteller von überregionaler Bedeutung, die zeitlebens sehr eng mit der Kultur und der Landschaft Oberösterreichs verbunden gewesen sind.
Besondere Erwähnung verdient daneben Emilie von Binzer (1801-1891), die mit ihren Erzählungen einigen Erfolg bei der zeitgenössischen Kritik verbuchen konnte. Den eher harmlosen und konventionellen Texten mussten letztlich aber selbst wohlmeinende Kritiker, bei aller Würdigung der Sprache und der "Charakteristik", attestieren, dass die "Erfindung [...] etwas einförmig oder arm sey" (Literaturblatt, Nr. 66, 15.9.1846). Binzer publizierte ihre Texte unter dem Pseudonym Ernst Ritter, hinter dem aber bereits in einer Ankündigung der Grenzboten "Frau von Binzer" vermutet wurde (Grenzboten 1846, Nr. 38, 500). 1849 zog die Familie Binzer nach Linz und erwarb ein Haus in Bad Aussee im Salzkammergut. Beide Häuser etablierten sich schnell als Treffpunkte des geistigen und literarischen Lebens Oberösterreichs.
Gegen Ende des Jahrhunderts gelang es immer mehr Frauen, sich als Literatinnen zu etablieren - die meisten von ihnen sind heute weitgehend vergessen. Auch Enrica von Handel-Mazzettis Ruhm hat sich als äußerst vergänglich erwiesen. Galt sie mit ihren bekannteren Werken wie Jesse und Maria (1906) und Die arme Margaret (1910) zunächst noch als eine der bedeutendsten katholischen Schriftstellerinnen des deutschen Sprachraums, ist sie heute kaum noch mehr als namentlich bekannt.
Eine der bedeutendsten Gestalten der österreichischen Literatur des 19. Jh. war ein "Herr aus Linz", wie ihn Karl Kraus nannte: Hermann Bahr. Es ist allerdings sehr fraglich, inwiefern er auch als oberösterreichischer Dichter gelten kann. Sein Schaffen ist vielfältig und reicht von dramatischen Werken über Regiearbeiten bis hin zu bedeutenden Kritiken. Der ab 1878 vor allem in Salzburg, Wien, Berlin und München lebende Autor war einer der herausragendsten Vertreter der frühen Moderne und Lieblingsgegner Karl Kraus', hat aber kaum zur genuin oberösterreichischen Literaturlandschaft beigetragen.

VIII. Die Peripherie der Provinz
Dass Oberösterreich und vor allem Linz nicht nur in der Literatur, sondern auch "in den bildenden Künsten weiter zurück steht, als es ihm seiner Lage und seiner unvergleichlichen Schönheit nach erlaubt ist", hat Adalbert Stifter schon 1854 beklagt und zugleich festgestellt, dass "in nicht großer Ferne" Bad Ischl liegt, "ein Badeplatz, in welchem sich Größen aller Art von ganz Europa versammeln." (Stifter HKG 8/4, 90). Tatsächlich hielten sich bereits in der ersten Hälfte des Jahrhunderts österreichische Dichtergrößen wie Ferdinand Raimund (1790-1836), Nikolaus Lenau und Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862) in der Kurstadt auf. Seit der Kaiser ab 1845 regelmäßig große Teile der Sommermonate in Ischl verbrachte, begann sich die Stadt zu einem Zentrum des zeitgenössischen Kultur- und Geisteslebens zu entwickeln. Unzählige Musiker und Literaten nahmen seither Aufenthalt in der Stadt oder im Salzkammergut, allerdings zumeist ohne merkbare Wirkungen auf die oberösterreichische Literatur auszuüben. Was blieb, waren vielfach nur die spärlichen Widerklänge der kaiserlichen Sommerresidenz in den Werken der ehemaligen Kurgäste.

IX. Verschüttet oder verloren?
Insgesamt stellt sich das 19. Jh. als durchaus produktive Epoche in der oberösterreichischen Literaturgeschichte dar, die neben den heute noch sehr bekannten, wenngleich nur verhältnismäßig wenig gelesenen Dichtern Stifter und Stelzhamer eine große Anzahl an Texten mittlerweile unbekannter Autoren hervorgebracht hat, die nun aber durch das zunehmende Interesse an regionaler Literaturgeschichtsschreibung wieder stärker in den Blick geraten könnten.

Daniel Ehrmann

 

Angsüßer, Josef: Anton Ritter von Spaun. Seine Persönlichkeit und seine literarischen Werke. In: Jahrbuch des oberösterreichischen Musealvereins 85 (1933), 16-68. - Badstüber, Hubert: Matthias Leopold Schleifer und seine Beziehungen zu Nikolaus Lenau. In: Jahrbuch der Grillparzer-Gesellschaft 19 (1910), 151-163. - Bengesser, Silvia: Franz Stelzhamer. Zwischen Legende und Wahrheit. Materialien zur Rezeption seiner Mundartdichtung 1837-1982. Weitra 1996. - Beyträge zur Bildung für Jünglinge. [Hg. v. Johann Mayrhofer und Anton von Spaun.] Wien 1817-18. -  Brandtner, Andreas; Michler, Werner (Hg.): Zur regionalen Literaturgeschichtsschreibung. Fallstudien, Entwürfe, Projekte. Linz 2007. - Dietrich, Margret (Hg.): Hermann-Bahr-Symposion "Der Herr aus Linz". Linz 1987. - Dürhammer, Ilija: Schuberts literarische Heimat. Dichtung und Literatur-Rezeption der Schubert-Freunde. Wien u. a. 1999. - Franz Stelzhamer - Wanderer zwischen den Welten. Dokumentation eines Lebens in Bruchstücken. Zum 200. Geburtstag des Dichters. Hg. von Silvia Bengesser. Linz 2002. - Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik und Literatur. 1841-1922. - Guem, Otto: Hermann von Gilm als Theaterzensor in Linz. In: Mühlviertler Heimatblätter 7 (1967), H. 7/8, 119-124. - Haider, Siegfried: Geschichte Oberösterreichs. Wien 1987. - Höfer, Matthias: Die Volkssprache in Oesterreich vorzüglich ob der Ens, nach ihrer innerlichen Verfassung und in Vergleichung mit andern Sprachen. Wien 1800. - Johnston, William M.: Österreichische Kultur und Geistesgeschichte. Gesellschaft und Ideen im Donauraum 1848 bis 1938. 3. Aufl. Wien u. a. 1992. - Kohlhäufl, Michael: Poetisches Vaterland. Dichtung und politisches Denken im Freundeskreis Franz Schuberts. Kassel und Basel 1999. - Korff, Hermann August: Geist der Goethezeit. 4 Teile. Leipzig 1923-1955. - Lenz, Ulrich: Abseits der Klassiker. ‚Linzer Stücke‘ in den Spielplänen des 19. Jahrhunderts. In: Promenade 39. Salzburg und Wien 2003, 61-72. - Literaturblatt. 1817-1849 (= Beilage zu Cottas Morgenblatt für gebildete Leser). - Oesterreichisches Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune. 1819-1837. - Obermaier, Walter: Nestroy-Stadt Bad Ischl. Wien 2010. - Österreichisches Biographisches Lexikon. 1815-1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien 1954ff. (= ÖBL). - Promenade 39. Das Landestheater Linz. 1803-2003. Hg. v. Michael Klügl. Salzburg und Wien 2003. - Schmidt, Justus: Linzer Kunstchronik. Bd. 2: Die Dichter, Schriftsteller und Gelehrten Linz 1951 (Sonderpublikationen zur Linzer Stadtgeschichte). - Stifter, Adalbert: Werke und Briefe. Historisch-kritische Gesamtausgabe. Im Auftrag der Kommission für Neuere deutsche Literatur der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hg. von Alfred Doppler und Hartmut Laufhütte. Stuttgart u. a. 1978ff. (= Stifter HKG) - Sturmberger, Hans: Aus der Mappe der ‚Eos‘. Biedermeierliches Linz. In: Land ob der Enns und Österreich. Aufsätze und Vorträge. Linz 1979, 591-593. - Verdrängter Humanismus - Verzögerte Aufklärung. Philosophie in Österreich von 1400 bis heute. Hg. von Michael Benedikt und Reinhold Knoll. 5 Bde. Wien 1992-2010. - Wimmer, Heinrich: Das Linzer Landestheater. 1803-1958. Linz 1958. - Zacharasiewicz, Traute: Nachsommer des Biedermeier. Emilie von Binzer. Eine Freundin Adalbert Stifters. Linz 1983.