Rotraud Arbes

Geb. 8.12.1942 in Linz; gest. 28.7.2007 ebd.
Neben ihrer journalistischen Tätigkeit Autorin von Beiträgen in Literaturzeitschriften und Anthologien.

Rotraud Arbes wuchs in Gmunden auf. Nach der Matura war sie unter anderem für den ORF (Landesstudio Oberösterreich, Aktueller Dienst) und für die Salzburger Nachrichten sowie das Salzburger Volksblatt als freie Mitarbeiterin tätig. Nach einer von ihr selbst als "Küchentischschreibperiode" bezeichneten Phase, während der sie sich - in Wien lebend - vor allem der Familie widmete, übersiedelte sie wieder nach Oberösterreich, absolvierte eine Ausbildung im Sozialbereich, begann wieder zu veröffentlichen und betreute von 1990 bis 1994 als gewählte Sprecherin (zunächst gemeinsam mit Roswitha Reichart) das Büro der IG-AutorInnen OÖ im StifterHaus, Linz.

Prosa- und Lyrikbeiträge finden sich in Literaturzeitschriften wie Findlinge oder Facetten. Die Arbeit am Romanprojekt Das Ameisenhaus, das auch die Familiengeschichte von Arbes literarisch bearbeiten wollte - Auszüge daraus wurden 1992 in einer Anthologie sowie der Rampe 3/2000 veröffentlicht -, begleitete die Autorin über zwei Jahrzehnte bis zuletzt, konnte allerdings nicht mehr abgeschlossen werden.

Bereits 1960 war Arbes mit einem Jugendliteraturpreis der Österreichischen Wirtschaftskammer ausgezeichnet worden, 1993 mit einem Arbeitsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst.

Petra-Maria Dallinger

 

Alptraum des Geigers. In: Findlinge 13 (1990), 33-35. - Kathi. In: Findlinge. Literaturkreis oberes Mühlviertel 19/20 (1992), 12-13. - Das Ameisenhaus; Spurensuche; Das Monogramm. In: Literarisches Cafe. Puchberger Anthologie, 6. Hg. von Wilhelm Bortenschlager. Steyr 1992, 21-28. - Central Park. New York. In: Sterz 1993, H. 62/63 ("Tagebuch"). - Step by Step. In: Findlinge 31 (1995), 26-27. - Die Eintopffrau. In: Facetten 1992, S. 232-233. - Biologisch-dynamischer Landbau. In: Facetten 1994, 102-105. - "UB 1236" oder "Das Tier" In: Die Rampe 2003, H. 2, 151-153. - Das Ameisenhaus. In: Die Rampe 2000, H. 3 ("Sequenzen"), 67-70.